6. Spieltag Bezirksliga

Zähes Ringen um den Sieg

Schauen wir uns die Tabelle an, verspricht die Fahrt zu DJK Stuttgart-Süd ein netter Sonntagsausflug zu werden. Wir kennen DJK jedoch und wissen, wenn sie komplett antreten, wartet ein harter Gegner auf uns. So war es dann auch. Erstmalig in der Saison tritt das Team mit 8 starken Leuten an. Dementsprechend gestaltet sich auch das Kampfgeschehen. Bis weit nach 12 Uhr findet an allen Brettern ein zähes Ringen um die Punkte statt. Dann zeichnen sich langsam Wendungen in einzelnen Partien ab. Schwierig sind die Positionen an Brett 1 und 2, Brett 3, Brett 5 und Brett 8 sehen sehr gut aus. Andreas Thiele wird an Brett 1 ziemlich unter Druck gesetzt und es ensteht ein für Ihn kritisches Mittelspiel. In gedrängter Zeit kann er diesem Druck jedoch Stand halten und kann ein Remis erkämpfen. Arthur Schenk kann den König seines Gegners in der Mitte festnageln und es sieht nach einem guten Druckspiel mit Potenzial aus. Durch eine kleine Unachtsamkeit kann der Gegner mit seinem Springer eine Familiengabel ansetzen und bedroht beide Türme und die Dame von Arthur. Qualität ist weg. Die ungünstige Stellung des gegnerischen Königs führt dann dazu, das Arthur einen Turm bekommt. Dadurch kann dann aber die schwarze Dame in Arthurs Reich eindringen und die beiden Kontrahenten einigen sich auf Remis. Zukri Avdic holt an Brett 5 einen souveränen Sieg. An Brett 8 steht Finn Matzel sehr gut und kann auf einen Mehrbauern stolz sein. Leider übersieht er einen böswilligen Plan des Gegners und muss eine Niederlage einstecken. Franz Schlosser engt seinen passiven Gegner an Brett 3 immer mehr mit seinen Bauern ein. Am Ende des Mittelspiels ist ein Springer auf a8 eingesperrt und beide Läufer sind quasi auf der Grundlinie gefangen. Das Aufbrechen der Stellung durch die Bauern von Franz führt dann dazu, dass der Gegner Material opfern muss, was auch das Ende der Partie einläutete. Peter König und sein Gegner bauen an Brett 4 auch eine sehr blockierte Stellung auf, wobei der gegnerische Spieler etwas mehr Raum hatte. Es gibt jedoch auf beiden Seiten kaum Möglichkeiten, die Stellung zu öffnen, was dann auch zum Remis führt. Norbert Nitsch konnte einen eher ausgeglichene Mittelspielstellung in eine vorteilhafte Endspielstellung überführen. Im Endspiel mit mehreren Bauern und gleichfarbigen Läufern übernimmt Norbert den agierenden Part. Er kann mit seinem Läufer in das gegnerische Hinterland eindringen und in Kombination von König, Läufer und Zugzwang dem Gegner die Bauern abnehmen. Gegen 2 Bauern und Läufer gegen Läufer konnte sein Gegner dann nichts mehr machen. Der Mannschaftssieg ist somit gesichert. Ich selbst bin an Brett 6 noch am Kämpfen. Meine Idee, mit den schwarzen Steinen die Stellung bei zwei guten Möglichkeiten nicht zu öffnen, war nicht gerade gut. Das Resultat war eine sehr eingeengte Stellung mit zwei Eckläufern auf a8 und h8. Sieht immerhin lustig aus. Die Idee eines Königsangriffs mit Bauernsturm am Königsflügel konsequent umzusetzen, hätte vielleicht funktioniert. Zu viel Verteidigungszüge gegen den Bauern- und Pferdesturm des Gegners am Damenflügel brachten keine Entlastung. Spannend wird es dann doch noch, nachdem ich einen Springer im Zentrum opferte und die Stellung sich öffnete. Ich gab dem Gegner gute Chancen, Fehler zu begehen, was er jedoch nicht tat und die Macht der Mehrfigur ausnutz. Nach meiner Aufgabe steht der Endstand von 4.5 zu 3,5 für Leonberg fest. Ein spannender Spieltag, mit etwas Glück für uns. In der Tabelle stehen wir nun auf Platz 4, 2 Mannschaftspunkte hinter den führenden Schachfreunden aus Stuttgart. (Martin Berger)

5. Spieltag Kreisklasse

Das war nix und bei mir gar nix.

Zu Gast beim SC Böblingen.

Im 10. Zug mache ich den zweiten Zug vor dem ersten Zug. Bauer auf e4 eingestellt. Im 16 Zug setze ich alles auf eine Karte, weil ich den Bauer zurück will. Übersehe aber eine Kombi und gebe mit Läufer minus auf.

Die anderen Bretter starten normal bis gut.

Das einzigste Brett, wo es schnell kritisch wird, ist bei Apostolos. Der Läufer auf g2 des Gegners macht Probleme. Die Diagonale g2-h8 ist dann auch ausschlaggebend.

Till hat von seinem Gegner bis dahin 2 Bauern stibitzt. David eine gute stabile Stellung erreicht, mit Bauernmehrheit am Damenflügel.

An Brett 7 wird August von seinem Gegner hart attackiert. Eine Qualität muß er ins Geschäft stecken, bekommt aber etwas Luft. Als sein Gegner glaubt, er könne sich bei den Bauern am Damenflügel bedienen, kontert August gegen den ungeschützten König des Gegners. Ein Dauerschach ist das Resultat.

David an Brett 3 wehrt die Attacken seines Gegners ab und verbessert seine Stellung, indem er mit Abtausch droht. Zum Schluß ist alles weg, bis auf die Türme und 6 Bauern. Die Bauernmehrheit am Damenflügel bringen die Entscheidung. Schnell kann David 2 Freibauern schaffen und einen mit „Rückendeckung“ laufen lassen. Sein Gegner ist auf Verteidigung nicht eingerichtet. Die Umwandlung bringt die Entscheidung.

Thomas der als Zuschauer unterwegs war wurde spontan verpflichtet. Matthias hatte wegen Krankheit kurzfristig abgesagt. Wir sind also doch zu acht. Sein Spiel läuft allerdings in eine Richtung. Sein Gegner greift an er verteidigt. Aber mit Geschick. Mit reduzierter Zeit fehlt die Zeit immer die beste Verteidigung zu finden. Der Gegner kommt auf die siebte Reihe was die Entscheidung bringt.

An Brett 4 hat Till schnell 2 Bauern mehr, aber sein Gegner besitzt das Läuferpaar. Im Prinzip sollte die Bauernmehrheit im Zentrum entscheiden. Eine Unachtsamkeit kostet eine Figur, für die er aber 3 Bauern hat. Im Endspiel gegen den Läufer kann er mit seinen Freibauern das Spiel ausgeglichen halten. Mit einem Gewinnversuch (für die Mannschaft) überzieht er das Spiel und hat leider das Nachsehen.

Orgil hat im Mittelspiel Ausgleich. Ein beherztes Opfer gegen die Rochadestellung seiner Gegnerin bringt ihm Angriff. Es braucht aber relativ lange, bis er alle Kräfte zum Angriff führen kann. Im Endeffekt zu lange. Der Angriff wird abgewehrt und die fehlende Figur bringt die Entscheidung.

An Brett 6 wogt das Spiel hin und her. Zuerst zum Nachteil von Marcel. Es gehen 3 Bauern verloren. Dafür bekommt Marcel Spiel. Er bekommt einen Bauern zurück. Eine Unachtsamkeit seines Gegners bringt mein Jugendtraining zur Geltung. Hinlenkung mit Doppelangriff bringt ihm einen Springer. Macht nach Material einen Bauern plus. Der Springer hat aber kaum Felder, noch weniger gute. Es wird schließlich Remis vereinbart, was wohl der Situation gerecht wird.

2:6 und Tabellenende.

Das Böblingen 4 stark ist, war klar. Aber unsere wichtigen Spiele kommen im März! Da gilts!! (Jürgen Schedler)

Schachtraining erweitern und neue Entwicklung bei Künstlicher Intelligenz

Zwei interessante Artikel sind in den letzten Tagen erschienen, die ich euch empfehlen will. Davide Nastasio setzt sich in seinem Artikel „How Xiangqi can improve your chess“ mit Verwandten unseres westlichen Schachs auseinander. Er beschreibt, wie z.B. Xiangqi (Chinesisches Schach) helfen kann, im westlichen Schach besser zu werden. Es gibt auch Beispiele von Spitzenspielern im westlichen Schach, die Schachverwandte nutzen, um ihr Schach zu inspirieren. Auf dem Gebiet der künstlichen Intelligenz hat sich in den letzten zwei Jahren auch einiges bewegt. Viele bekamen sicherlich mit, dass die Software AlphaGo die besten Go-Spieler der Welt schlug. Inzwischen gibt es AlphaZero, was auch Schach und Shogi meisterhaft beherrscht. In seinem Artikel „Google’s AlphaZero Destroys Stockfish In 100-Game Match“ geht FM Mike Klein auf den Wettkampf zwischen AlphaZero und der bis dahin besten Schachsoftware Stockfish ein. Er dokumentiert auch Stimmen von Spitzenspielern zu diesem Ereignis. Einen deutschen Beitrag gibt es bei Chessbase von Andrè Schulz. (Martin Berger)

5. Spieltag C-Klasse

Jetzt sind wir Tabellenführer

Dieses Mal musste unsere 3. Mannschaft bei den Schach-Kids-Bernhausen 4 antreten, nach dem wir am 4. Spieltag die 3 Mannschaft aus Bernhausen zu Gast hatten.

An Brett 1 hatte August Choma einen sehr ruhigen Vormittag. Sein Gegner war leider kurzfristig krank geworden; so dass August eine Trainingspartie gegen Stefan Gruber einschob. Stand 1 : 0.

Am Brett 2 spielte Tim Knigge seine Partie. Schnell hatte er einen Stellungsvorteil erspielt, der sich dann auch sofort in einen Materialvorteil verwandelte. Ruhig und sicher nutzte er dies aus und sein Materalvorteil wurde immer größer. Die Gegnerin lies sich trotz aller Nachteile das Matt vorführen. Stand 2 : 0.

An Brett 3 spielte Niklas Gruber seine Partie. Nach einer sehr guten Eröffnung hatte auch er einen großen Vorteil, sowohl Material als auch in der Stellung. Doch was kam dann; viel zu siegessicher machte er einige Züge, die schließlich dazu führten, dass er seine Dame, ohne Grund, ins Abseits stellte. Diese Einladung nahm natürlich sein Gegner dankend an, was schließlich zur Aufgabe von Niklas führte. Stand 2 : 1.

Am Brett 4 spielte dieses Mal Lukas Ouzounis. Ganz konzentriert machte er sich ans Werk. Spielte aber leider etwas zu schnell, so dass er zweimal ein 3-zügiges Matt übersah. Man hätte meinen können, es sei eine Schnellpartie (46 Züge in 35 Minuten). Aber er lies seinem Gegner keine Chance und zog im 46 Zug zum Matt. Endstand 3 : 1.

Durch diesen Sieg übernahm die 3. Mannschaft die alleinige Tabellenführung. Gratulation! (Martin Klotz)

5. Spieltag Bezirksliga

Tabellenführer Winnenden

Am fünften Spieltag der Bezirksliga trat die erste Mannschaft des SV Leonberg gegen den ungeschlagenen Tabellenführer aus Winnenden an.  Nachdem Peter König (Brett 4) und Stefan Urlichs (Brett 8) nach ereignisarmen Partieverläufen remisierten, sorgte Zukri Avdic an Brett 5 für die Führung. In einem eher ausgeglichenen Mittelspiel erlaubte sein Gegner sich eine ungeschickte Konstellation auf der d-Linie und Zukri konnte durch ein Läuferopfer auf f2 diesen gegen einen Turm eintauschen. Das materielle Übergewicht reichte dann zum Sieg. Bei Franz Schlosser (Brett 3) brannte das Brett. In scharfer Stellung wurden bei zunehmender Zeitnot nicht immer die besten Züge gefunden. Am Ende stürmten jeweils zwei verbundene Freibauern auf die gegnerische Stellung zu. Franz wandelte zuerst um und setzte seinen Gegner daraufhin matt. So stand es zwischenzeitlich 3:1; die Stellungen an den restlichen Brettern gaben jedoch keinen Anlass, auf einen Sieg zu hoffen. Arthur Schenk (Brett 2) stellte im Mittelspiel eine Qualität ein, kämpfte verbissen weiter, musste sich jedoch letztlich geschlagen geben. Nach ungewöhnlichem Eröffnungsverlauf stand Andreas Thiele (Brett 1) zunächst etwas passiv. Nachdem sich einige Figuren getauscht hatten, blieb am Ende im Turmendspiel ein guter Springer gegen einen schlechten Läufer übrig. Die Versuche, den minimalen Vorteil in einen Sieg umzumünzen, scheiterten jedoch, so dass ins Remis eingelenkt wurde. Martin Berger (Brett 6) hatte eine aussichtsreiche Angriffsstellung. Ein Springeropfer sollte den Sieg bringen. Der Gegner nahm das Opfer zunächst nicht an; erst als Martin inkorrekt einen Bauern schlug, nahm sein Gegner den Springer und konnte seine Stellung konsolidieren. Alle weiteren Angriffsbemühungen schlugen fehl, so dass die Partie letztlich verloren ging. Nun lag es beim Stand von 3,5:3,5 an Norbert Nitsch. Dieser hatte jedoch im Springerendspiel zwei Bauern weniger, verteidigte sich aber hartnäckig. Sein junger Gegner verpasste die Gewinnchance und musste sich letztlich mit Remis zum 4:4 Endstand zufrieden geben. Mit 6:4 Punkten geht die erste Mannschaft nun auf Platz 5 in die Weihnachtspause. (Andreas Thiele)

4. Spieltag Kreisklasse

Kampflose Abgabe gegen Stetten a.d.F.

Leider konnte keine 2. Mannschaft am vergangenen Sonntag für die Kreisklasse zusammengestellt werden und für Stettener gab es ein verfrühtes Weihnachtsgeschenk. Mehrere Absagen und Aushilfe für die 1. Mannschaft waren die Gründe. Mit nur 4 Mann gegen Stetten a.d.F. anzutreten, machte auch kein Sinn. Über die Winterpause steht das Team nun auf dem Nichtabstiegsplatz 8. Die wichtigen Gegner gibt es dann 2018! (Martin Berger)

4. Spieltag C-Klasse

Wie die Feuerwehr!

Pünktlich um 9 Uhr ging es dieses Mal zu Hause gegen die Schach-Kids Bernhausen 3 los. Am Brett 1 spielte August Choma, Brett 2 Tim Knigge, Brett 3 Niklas Gruber und Brett 4 Stefan Gruber.

Der heutige Gegner war in dieser Saison mit 6 Punkten noch ungeschlagen und hatte zudem noch 4 Brettpunkte mehr wie wir. Man sollte meinen, dass wir nun etwas vorsichtiger zu Werke gehen würden. Pfeifendeckel! Wie die Feuerwehr legten unsere 4 Spieler los. Außer August Choma, er spielte in seiner ruhigen gemütlichen Art, Kappe auf dem Kopf, seine Partie.

Beim Tim Knigge sah es dann schon etwas anders aus. Nach einer ruhigen Eröffnung, ging es plötzlich hoch her. Man hätte meinen können, dass Tim seine 2 vorherigen Niederlagen in dieser Partie ausgleichen wollte. Auf einmal ging es in dieser Partie ab, man konnte kaum so schnell schauen, wie die Figuren von Tim gewonnen wurden, nach ca. 45 Minuten strich dann seine Gegnerin die Segel.

An Brett 1 ging August weiter ruhig seinem Spiel nach. Und plötzlich gewann er durch eine sehr gute Kombination einen Läufer. Das war dann der Anfang vom Ende. Seine Gegnerin war so geschockt, sie konnte kein vernünftiges Spiel mehr entgegen setzten. Zug um Zug gewann August die Oberhand, so dass seine Gegnerin schließlich die Segel strich. Das war das 2 : 0.

An Brett 4 spielte Stefan Gruber seine Partie sehr ruhig und sorgfältig. Mit großer Ruhe holte er sich Figur um Figur von seinem Gegner. Der ließ sich aber das Matt vorführen. In einer Stellung, in der jeder von uns aufgeben würde, spielte er bis zum bitteren Ende weiter. Das war das 3 :  0.

Nun zu Niklas Gruber an Brett 3. Hatte nach einer guten Eröffnung eine grundsolide Stellung. Konnte im Mittelspiel, durch den ein oder anderen schwächeren Zug, seine gute Stellung nicht halten. Verlor schließlich einen Turm und somit auch die Partie. Was solls, wir gewannen 3 : 1. Haben den Anschluß an die Spitze hergestellt und sind guten Mutes, auch dieses Jahr eine gute Rolle zu spielen. (Martin Klotz)

4. Spieltag Bezirksliga

Auswärtsspiel in Gerlingen

Erstmals in dieser Saison konnte die erste Mannschaft in Bestbesetzung antreten. Trotzdem kam man mir leeren Händen ausGerlingen zurück. Dabei fing es gut an; der Gerlinger Spitzenspieler trat nicht an, was mir einen kampflosen Punkt und einen unbeschwerten Sonntag einbrachte. Bei Leonberg drohte eine kampflose Niederlage an Brett 8, letztlich schaffte es Finn aber, eine Minute vor Ablauf der Karenzzeit, an sein Brett zu kommen. Während der Eröffnungsphase passierte nicht viel, lediglich bei Arthur Schenk ging von Anfang an die Post ab. Mit gewohnt aggressiven Zügen setzte er seinem Gegner permanent zu. Sein erfahrener Gegenüber wehrte jedoch geschickt alle Drohungen ab, bis am Ende nur noch die Damen übrig blieben und das Dauerschach nicht mehr abzuwehren war.
Bei Zukri Avdic entstand im Mittelspiel eine Stellung mit heterogenen Rochaden. Beide Kontrahenten suchten darauf ihr Heil im Bauernsturm auf den gegnerischen König. Der Angriff des Gegners schlug deutlich schneller durch, so dass Zukri schnell aufgeben musste.
Peter König kam nicht gut aus der Eröffnung und stand im Mittelspiel gedrängt. Während Peters Läufer abseits standen, griff sein Gegenüber mit seinem Springerpaar kontinuierlich an. Um den Druck zu mindern gab Peter eine Qualität ab. Die Hoffnung auf Gegenspiel mit dem Läuferpaar zerschlug sich jedoch, da sein Gegner nebenbei noch mehrere Bauern abräumte und am Ende sicher gewann.
Ein Lichtblick war die Partie von Franz Schlosser. Nach frühem Damentausch baute er sich geschickt auf und hemmte seinen Gegner in der Figurenentwicklung. Mit permanentem Druck gewann er am Königsflügel zwei Bauern und zwang seinen Gegner zur Aufgabe.
Aufgrund des Zwischenstandes lehnte Norbert Nitsch ein Remisangebot seines Gegners ab und forcierte in der Folge einen Angriff mit Materialopfer. Während der Abwicklung gab sein Gegner Material zurück und erzwang einen Damentausch. Im anschließenden Endspiel mit je einem Turm blieben Norbert zwei Bauern für einen gegnerischen Springer übrig, so dass die Partie letztlich Remis endete.
Finn Matzel hielt seine Partie lange im Gleichgewicht. Nach Abwicklung ins Endspiel mit je zwei Türmen sah es zunächst nach einem Remis aus. Nach Tausch eines Turmes stellt er jedoch seinen verbliebenen Turm ins Abseits. Nach der anschließenden Abwicklung blieb ihm zwar auf der h-Linie ein Freibauer, sein Gegner hatte allerdings zwei davon auf dem anderen Flügel, so dass die Partie nicht zu halten war.
Einen kuriosen Verlauf nahm das Spiel von Martin Berger.  Nachdem er mit Schwarz gut aus der Eröffnung kam, überschätze er sein Angriffspotential und verlor im Mittelspiel gleich zwei Bauern. Bemühungen um Gegenspiel wehrte sein Gegner erfolgreich ab und lief mit zwei Freibauern in der Mitte auf die Grundreihe zu. Martin musste einen ganzen Turm geben und sah zudem noch einer einzügigen Mattdrohung entgegen. Bei einer letzten Verzweiflungsaktion mit Dame und Läufer gab sein Gegner unnötigerweise den Turm zurück. Zwar drohte er weiterhin mit Matt, konnte aber dem Dauerschach nicht mehr entfliehen.
Nach dieser 3,5-4,5 Niederlage rutschen die Leonberger mit jetzt 5:3 Punkten auf den 4. Platz in der Bezirksliga ab. (Andreas Thiele)

3. Spieltag Kreisklasse

Ein Pünktchen macht noch keinen Sommer.

Magstadt 1 gegen Leonberg 2.Es geht verhalten los, in Magstadt. Nach ca. 2 Stunden haben sich David und sein Gegner diverse Doppelbauern produziert. Natürlich nicht, ohne dabei einiges an Material zu tauschen. Die Schwächen heben sich auf und Remis.

Mit Weiß kommt Till gut ins Spiel. Er setzt seinem Gegner ziemlich zu. Ein geschicktes Springermanöver bringt ihn in Vorteil. Er beherrscht die d-Linie mit seinen Türmen. Aber der Gegner ist zäh. Erst das Eindringen des zweiten Springers über f5 bringt Materialvorteil. Die Qualität im Endspiel gegen einen langsamen Springer ist klar gewonnen und Till setzt das auch souverän um.

Ich bekomme es mit einem Bekannten zu tun. Mit Schwarz dümpele ich so vor mich hin. Mein Gegner verfolgt meinen Plan-A: Lc1,Dc2 und Matt auf h7. Egal. Ich kontere und mein Läufer auf b7 erwacht. Es bringt nix. Remis. Auch in der Analyse keine Gewinnvariante.

An Brett 1 bekommt es Uli mit einem erfahrenen Gegner zu tun. Die Eröffnung (Französisch) meistert er ohne Problem. Im Mittelspiel tauscht er einen Läufer gegen einen lästigen Spinger auf f5 – kein Problem. Im Endspiel zeigt sich das Läuferpaar allerdings als überlegen, was zum Zeitpunkt des Abtauschs allerdings nicht zu sehen war.

Kai kommt mit Weiß super gut aus den Startlöchern. Der h5-Bauer des Gegners, nach kurzer Rochade, ist sein Ziel. Er kann die h-Linie öffnen und beide Türme in Position bringen. 2 Leichtfiguren hängen, völlig ohne Felder. Ein Gemetzel. Auch nach dem Verlust von 2 Figuren hat sein Gegner kein Problem. Das Spiel tobt. Nur nicht mehr lange. 2 Figuren sind 2 Figuren und Kai weiss, diese einzusetzen.

An Brett 8 spielt Matthias einen Königsinder. Alles schön. Rochiert aber nicht. Dies sollte sich rächen. Er kann nicht mehr kurz rochieren, der Umbau zur langen Rochade kostet einen Bauern und das Spiel.

Zwischenstand 3:3.

Die Partien die am längsten liefen, hatten natürlich Feuer.

Apostolos hat eine seiner verschachtelten Stellungen aufgebaut. Er schafft sich einen Freibauern auf c5. Er hat Druck gegen den rückständigen Bauern e4. Aber Sein Gegner kann alle Drohungen parieren. Das Spiel verlagert sich zum Königsflügel. Bauernketten, die sich gegenseitig angreifen. Wo tauschen, wo mauern? Irgendwo kommt Apostolos vom Weg ab. Der Springer des Gegners, bis dato abgemeldet, greift den Damenflügel vernichtend an. Apostolos versucht alles, aber nichts mehr zu retten.

Das kurioseste Spiel zum Schluß. Unglaublich!!!! Stefan geht mit Weiß in die Offensive. Merkwürdige Eröffnung … egal. Schaut gut aus. Er vertut sich mit einer Kombi und hat auf ein Mal nur einen Turm für zwei starke Läufer. Sucht aber Gegenspiel gegen den König. Ein deplatzierter Springer des Gegners und ein nicht im Spiel befindlicher Turm helfen. Ein Angriff mit dem h-Bauern soll helfen. Sieht auch gut aus. Sein Gegner hat mittlerweile einen Freibuern bis auf die dritte Reihe gebracht (au net schlächt). Sein Gegner reagiert über, tauscht den Bauern auf h5 und übersieht den Doppelangriff – Schach gegen den König g8 und den Turm d8. Turm gewonnen, im nächsten Zug ist der Freibauer weg und Stefan hat ne Qualle mehr. Schön und gut. Jetzt kommt Zeitnot!! Jeder schmeisst mit Figuren um sich, wie wild. Stefan gibt mal nen Springer – verloren. Sein Gegner gibt mal die Dame – verloren. Endgültig!!

OK, 4:4 und nen Punkt!!

Nicht mehr Schlußlicht. Rote Laterne abgegeben. Gut so. (Jürgen Schedler)

3. Spieltag Bezirksliga

Nagold zu Besuch in Leonberg

Leonbergs Erste durfte zum ersten Heimspiel in dieser Saison das Team aus Nagold begrüßen. Nagold hat diese Saison mit 10 Spielern nur ein sehr knappes Kontigent und reist auch nur mit 7 Spielern an, so dass unser Norwegenlegionär Uli an Brett 8 den Sieg geschenkt bekommt. Danach gibt es 7 lange Partien. Spannende Stellungen entwickeln sich an fast allen Brettern, in den meisten fällen sieht die Entwicklung zu Leonberger Gunsten aus. An Brett 4 erreicht Peter König eine schöne Mittelspielstellung, in der sein Gegner seine Dame sehr ungünstig positioniert, so dass ein Springerabzug einen Damenangriff auf dessen Dame ermöglicht und gleichzeitig der Springer den Läufer auf e7 mit Schachgebot angreift. Sein Gegner gab gleich seine Dame gegen den Springer. In der Folge spielt Peter also mit diesem großen Vorteil und wickelt das Mittelspiel in ein gewonnenes Endspiel ab, mit Dame und Turm gegen zwei Türme. Franz Schlosser (Brett 3) hat keinen guten Tag und lässt mit Schwarz zu viel Druck durch einen Bauern im Zentrum zu, so dass sein Gegner gewinnbringend mit kombiniertem Materialgewinn und Matt droht, so dass Franz am Ende das nachsehen hat. Apostolos Anastasopoulos (Brett 6) bekommt eine sehr spannende Eröffnungsstellung auf das Brett, bei der sein König einen Einschlag auf f7 parieren muss, das Material aber im Gleichgewicht bleibt. Sein König kommt dann zu Fuss in die sichere Ecke und das Spiel nimmt auf der f-Linie Fahrt auf. Hier war Apostolos schneller als sein Gegner, da beide Läufer, Dame und Türme aktiv auf die gegnerische Rochadestellung drängen. Der Gewinn der Qualität besiegelte dann auch den Sieg in der Partie für den Leonberger. Eine scheinbar unübersichtliche Mittelspielstellung konstruiert Finn Matzel an Brett 6. Er behält auf jeden Fall den Überblick und und holt sich sicher einen Punkt gegen den nichtrochierten König des Gegners. Arthur Schenk bringt seinen Gegner an Brett 2 im Mittelspiel unter sehr starken Druck. Sein Gegner hat kaum Platz und Läufer, Springer, Turm und Dame drohen andauernd mit Figurengewinn oder Matt. Dann scheint endlich der Knoten zu platzen und ein Figurengewinn steht bevor. Leider ein kleiner Rechenfehler und bei stark reduziertem Figurenbestand steht es materiell und stellungstechnisch gleich. Die Spieler einigen sich auf ein Remis. Der Mannschaftssieg steht damit auf jeden Fall fest. Andreas Thiele steht an Brett 1 schon seit der Eröffnung mit Schwarz unter Druck. Ein früher Bauernvorstoß am Königsflügel seines Gegners bringt ihn zu andauernden Verteidigungsarbeit. Im Mittelspiel sieht es dann nach einem sehr guten Spiel für seinen Gegner aus. Andreas konnte aber die gefährliche Stellung halten und ein Remis erkämpfen. Martin Berger (Brett 5) spielt heute mit Schwarz eine eher langweilige Variante. Im Mittelspiel spielt sein Gegner sehr passiv und die Stellung ist etwas besser für Schwarz. Im Springer-Bauern-Endspiel steigt der Vorteil von Schwarz und ist, was die Nachanalyse zeigt, auch für Schwarz gewonnen. Am Brett ist es nicht so einfach zu sehen und mit dem Mannschaftssieg im Rücken nimmt Martin das Remis seines Gegners an. Endstand ist somit 5,5:2,5 für Leonberg. Mit diesem Sieg liegt das Team nun punktgleich mit dem führenden Team Winnenden auf dem zweiten Rang. (Martin Berger)