7. Spieltag Landesliga

Nichts los im Westen

Die Erste aus Leonberg empfing heute die Schachfreunde aus Stuttgart, die fast in Bestbesetzung anrückten.  Die erste hälfte des Spieltags verlief dann eher ruhig und an den Brettern zeigten sich ausgeglichene und zum Teil eher zäh aussehende Mittelspiele. Bernd Schuh (Brett 1) kam dann am Königsflügel immer stärker unter Druck und konnte diesem am Ende nicht Stand halten. Arthur Schenk versuchte an Brett 2 seinen aggressiven Stil zu verfolgen, fand sich jedoch nach kurzem Kampfgetümmel in einer verlorenen Stellung wieder. Peter König (Brett 5) hatte eine aktive Stellung mit Schwarz und gute Angriffsmöglichkeiten, fand jedoch nicht die besten Wege und musste die Waffen strecken. Martin Berger bekam  an Brett 6 einen Franzosen vorgesetzt und hatte eine ausgeglichene Stellung, bis er dann einwn Bauern verschenkte und danach noch einer Fata Morgana erlag, welche wohl der tolle Sonnenschein heute erzeugte. Es stand 0-4 … dass sah nicht gut aus! Franz Schlosser hatte an Brett 3 ein Druckspiel am Damenflügel aufzufangen. Dadurch bekam dieser auch ein gutes Spiel am Königsflügel, wo Franz dann sich der gegnerischen Dame und einem nahenden Springer geschlagen geben musste.  Ein spannendes Spiel zeigte Jürgen Schedler an Brett 7. Im Mittelspiel war seine schwarze Dame am weißen Damenflügel eingedrungen. Als sie hier vertrieben wurde, rechnete Jürgen nicht mit einem Zwischenzug des Gegners und verlor daraufhin seinen b-Bauern. In der Folge spielte er sehr kreativ und konnte seinem verwirrten Gegner die Qualität abnehmen und es entstand ein Endspiel mit Läufer und drei Bauern gegen seinen Turm mit zwei Bauern, was am Ende zu einem Remis führte. In komplizierter Stellung und schon verlorenem Mannschaftspiel einigte sich dann Andreas Thiele an Brett 4 mit seinem Gegner auf ein Remis. Davis Schenzle kämpfte an Brett 8 verbissen und hatte im Mittelspiel eine gute Stellung. Sein Gegner brachte jedoch Bauern am Damenflügel bis ins weiße Lager und auch David musste seinen Punkt abgeben. Die 1-7 Niederlage ist natürlich bitter und wir sollten dies einfach schnell aus den Köpfen lassen! Wir konzentrieren uns einfach auf die beiden letzten entscheidenden Spiele. (Martin Berger)

6. Spieltag Kreisklasse

Auswärtsspiel in Magstadt

Um 9 Uhr fehlt Bodo. Ich erreiche Ihn am Nachmittag. Er hat mir Samstag auf den AB gesprochen, er kann Sonntag nicht. Alles gut – kein Unfall, keine Krankheit – es geht Ihm gut. Ich bin nur spät Heim gekommen und hab den AB nicht registriert. SORRY!

Aber 0:1.

An Brett 2 bietet mir mein Gegner nach etwas mehr als 2 Stunden Remis an. Nach Stellung OK – nach Mannschaftskampf nicht. Ich lasse meine Zeit laufen und verfolge die anderen Spiele. Aktueller Stand: Brett 3 David gleich; Brett 4 Apostolos schlimm; Brett 5 Finn mit Vorteil; Brett 6 Till gleich; Brett 7 Matthias leichter Vorteil; Brett 8 Orgil Bauer minus. Also lasse ich meine Zeit tickern – habe fast eine Stunde mehr auf der Uhr. Ich mache meine Fehler schnell.

An Brett 7 macht Matthias Remis, nachdem er seinen Gegner am Königsflügel nicht stellen kann und dieser droht im Zentrum zu öffnen. Die anderen Bretter haben sich gebessert!

An Brett 3 hat David mit Weiß leichten Vorteil und etwas mehr Raum. Sein Gegner hat aber keine Schwächen und ein Durchkommen ist schwer. Remis.

Fast gleichzeitig gewinnt Finn eine Figur. Ein Einsteller, aber durch viel Druck, den Finn von Anfang an aufbaut und seinen Gegner pausenlos beschäftigt.
In dem Spanier ist bei Schwarz irgend etwas schief gelaufen – Finn hat das konsequent ausgenutzt.

Jetzt sieht die Situation ganz anders aus. 2 : 2. Auch Apostolos hat seine Stellung konsolidiert und seinen „Wanderkönig“ in Sicherheit gebracht. Orgil hat seinen Bauern wieder. Till steht auf Gewinn.

Es hat etwas gebracht, meine Zeit zu verschenken. Die Stellung hat sich nicht verändert – immer noch gleich. Nur jetzt sieht der Mannschaftskampf freundlich aus und ich nehme an. Mein Gegner meint „jetzt hätte er auch nicht mehr Remis geboten“. Mir ist´s egal.

Jetzt geht es relativ schnell. Till hat 3 Bauern mehr und gibt 2 Leichtfiguren für einen Turm. Sein Zentrum ist übermächtig. Wo sein Gegner einen Springer einbüßt, habe ich nicht mitbekommen; das Spiel ist aber entschieden und wir führen 3,5 : 2,5.

Apostolos hat nicht nur seinen König in Sicherheit gebracht, sondern auch einen Super-Läufer auf d4 postiert, der das Brett beherrscht. Auch seinen „Reserveturm“ von h8 bringt er noch ins Spiel. Jetzt wo er mit allen Figuren agiert ist sein Gegner schnell überfordert. Ein Abzugsschach bringt den KO. Sein Gegner verliert die Dame und will dann auch nicht mehr. Der Mannschaftskampf ist gewonnen.

Den Schlußpunkt holt Orgil fünf Minuten später. Mit dem Materialausgleich verbessert sich seine Position immer mehr und der König des Gegners steht relativ frei. Ein Angriff über die offenen Linien wird ihm schließlich zum Verhängnis. 5,5 : 2,5 ist nach gerade mal 4 Stunden unser Ergebnis. Ein guter Schritt zum Klassenerhalt!! Danke an ALLE!!! In 2 Wochen so gerne wieder! Natürlich mit Bodo! (Jürgen Schedler)

Ergebnis Monatsblitz und Kreis-Blitz-Einzelmeisterschafts-Cup

Start der Kreis-Blitz-Einzel-Meisterschaft

Mit 16 Teilnehmern startete unser Monatsblitzturnier, welches gleichzeitig als erstes Turnier der KBEM-Serie ausgeschrieben ist. In den ersten Runden wurde klar, dass es ein Kopf an Kopfrennen mit Fred Wrobel, Markus Kottke, Thomas Heining und Fritz Zöllmer geben wird. Stephan Kaufhold und Arthur Schenk als Leonberger Eigengewächse mischten jedoch munter mit und hielten Kontakt zur Spitzengruppe. In den direkten Begegnungen mit der Spitzengruppe ließen Arthur und Stephan dann Federn und kamen am Ende auf die Ränge 5 und 6. Fred legte ein gutes Tempo auf und war kaum zu stoppen. Markus hatte ein kurzes Zwischentief und büßte wichtige Punkte ein. Fritz gab gegen die direkten Konkurrenten Punkte ab, Thomas holte gegen die direkten Konkurrenten mindestens Remis, gab aber seine Partie gegen Bodo Buchmann überraschend ab, so dass am Ende Fred Wrobel mit 13,5 Punkten verdienter Sieger wurde, dicht gefolgt von Thomas Heining mit 12,5 Punkten. Auf dem 3. Platz landete Fritz Zöllmer mit 11,5 Punkten, einem halben Zähler vor Markus Kottke.

Das Turnier hat mit allen Teilnehmern viel Spaß gemacht und wir sind bei der nächsten Turnierserie gerne wieder dabei. Vielen Dank an die Teilnehmer für den fairen und reibungslosen Ablauf. Herzliche Glückwunsch an die Gewinner! (Martin Berger)

(v. l.) Thomas Heining, Fritz Zöllmer, Fred Wrobel

 

Kreis-Blitz-Einzelmeisterschaft am 3.2. in Leonberg

Monatsblitz und Kreis-Blitz-Einzelmeisterschaft

Wir laden alle Schachfreunde des Kreises zu unserem Monatsblitz-Turnier am Freitag, den 3.2.17, ein, welches als 1. Spieltag der Kreis-Blitz-Einzelmeisterschaft ausgetragen wird. Das Turnier startet um 20 Uhr im Eltinger Rathaus (Carl-Schmincke-Str. 37, 71229 Leonberg / Eltingen). Die Ausschreibung als PDF gibt es >>hier<< und Informationen auf den Seites des SVW >>hier<<.

6. Spieltag Landesliga

Gastspiel beim Tabellenzweiten Böblingen

Ein schweres Auswärtsspiel bei der Spvgg Böblingen steht heute an und wir fahren mit viel Respekt aber auch mit positiver Stimmung zum Aufsteiger, der darauf aus ist, einen Ligadurchmarsch zu schaffen. Beide Teams treten in Bestbesetzung an und es zeichnet sich nach zwei Stunden ab, dass an allen Brettern lange gekämpft werden wird. An fast allen Brettern halten sich sehr lange ausgeglichene Stellungen. Das erste wirkliche Ungleichgewicht ergibt sich bei Arthur Schenk an Brett 2. Sein Gegner hat eine solide Stellung mit Weiß und droht Arthur nach und nach stärker unter Druck zu setzen. Arthur setzt dann alles auf eine Karte und tauscht einen Springer und einen Läufer gegen zwei Bauern und einen Turm, um dann aktiveres Spiel zu bekommen. Dadurch öffnet er jedoch die lange Diagonale von a1 bis h8, die für ihn dann durch die gegnerische Dame, einen Springer und einen Turm zur Todesfalle wird. Franz Schlosser erwischt an Brett 3 keinen optimalen Tag und sein c-Bauer steht im Mittelspiel plötzlich unter starkem Druck. Sein Gegner kann den Druck in einen Doppelfreibauern bis in ein Turm-Läufer-Endspiel weiter führen und gewinnt am Ende entscheidendes Material. Peter König und sein Gegner bauen beide an Brett 5 jeweils solide Stellungen auf und kommen in ein kompliziertes Leichtfigurenendspiel mit vielen Bauern. Peter hat eventuell leichte Vorteile mit den weißen Steinen, kann diese jedoch nicht entscheidend umsetzen und die Kontrahenten einigen sich auf ein Unentschieden. Martin Berger erreicht an Brett 7 eine optisch besser aussehende Stellung, in der sein Gegner mit den Schwarzen Steinen einen Doppelbauern auf der f-Linie und einen Isolani auf der d-Linie voweist. Martin versucht viel Druck auf den Isolani auszuüben, kann aber nicht verhindern, dass Schwarz nach und nach mehr Spiel am Damenflügel bekommt. Bei beidseitiger Zeitknappheit findet er nicht die optimale Vortsetzung und muss mit einem Remis zufrieden sein. Andreas Thiele spielt durchgängig mit den schwarzen Steinen eine ausgeglichene Partie, was in ein Endspiel mit Türmen und Läufern ufert, in dem keiner der beiden Spieler ohne Fehler des jeweils anderen auf Sieg spielen kann. Also auch ein Remis. An Brett 1 zeigt Bernd Schuh zunächst auch eine Stellung ohne besondere Tendenzen zu einem Vor- oder Nachteil. Doch nach und nach baut er Druck auf dem Damenflügel auf, treibt zwei Bauern mit Hilfe eines Springers und eines Turms nach vorne. Der Druck bringt den Gewinn einer Qualität ein. Wenig später kann Bernd mit beiden Türmen ins gegnerische Lager eindringen und den schwarzen Monarchen in die Rente schicken. Zukri Avdic steht an Brett 6 sehr optimistisch, bis er sich mit einem Springer sehr weit in die gegnerische Hälfte wagt. Dies führt später dazu, dass der Gegner in sein Lager eindringen und in Kooperation mit Bauern auf dem Königsflügel entscheidenden Vorteil erringen kann. Norbert Nitsch muss es an Brett 8 zulassen, dass sein Gegner mit Dame und zwei Bauern auf der e- und f-Linie und einem zentralisierten Springer Unordnung im Zentrallager anrichtet. Es ergibt sich ein Damentausch und der gegnerische Springer taucht auf c7 auf, kann aber keinen Schaden anrichten. Als sich die Rauchschwaden auflösen, steht Norbert mit einem Mehrbauern da. Diesen verwandelt er dann souverän in einem langen Endspiel. Trotz dieses Sieges als Abschluß des Spieltags verlieren wir also 3,5-4,5 in Böblingen und rutschen nach den für uns ungünstigen Ergebnissen in der Landesliga auf Platz 8 ab. Es sind noch 3 Spieltage und wir können noch 6 Punkte holen! Packen wir es an! (Martin Berger)

5 Spieltag Kreisklasse

Tabellenschlusslicht Herrenberg zu Besuch in Leonberg

Erster war August Choma der an Brett 8 mit Weiß ordentlich los legt. Schnell hat er am Damenflügel die Bauernmajorität und kann den Bauern in der c-Linie zum gedeckten Freibauern durchziehen. Schaut gut aus. Jeder 2 Türme und 2 Leichtfiguren. Irgendwo rächt sich das schnelle Spiel. Ich schaue vorbei – Katastrophe – eine Figur fehlt, ein Horrorfreibauer des Gegners auf der sechsten Reihe. Spiel kaputt.

Kein Beinbruch! Apostolos kommt mit 180 aus der Eröffnung. Überspielt seinen Gegner komplett, der anfangs nur Bauernzüge machen kann, da Apostolos Dank besserer Entwicklung das Zentrum und alle offenen Linien kontrolliert. Der schnelle Sieg kommt aber anders als gedacht. Sein Gegner kann schließlich alle Figuren tauschen. Das entstandene Bauernendspiel ist für Apostolos aber klar besser und mit Zugzwang dringt er in die gegnerische Stellung ein und erobert die Bauern am Königsflügel mit Umwandlung zur Dame.

Bei Orgil an Brett 7 läuft in der Eröffnung einiges aus dem Ruder. Plötzlich fehlt eine Qualität und ein Bauer. Sein Gegner ist nicht entwickelt und Orgils Läuferpaar macht Druck. sein Gegner vereinfacht durch Tausch die Stellung und das Endspiel ist dann nicht mehr zu halten.

Unser Norweger an Brett 1, Uli Scheibe, verwirrt seinen Gegner mit der „norwegischen Eröffung“ und gewinnt an Ende der Eröffnung einen Bauern. Die Stellung ist aber extrem schwierig, wie auch die spätere Analyse zeigt. Da ein richtiges Durchkommen nicht möglich ist, einigt man sich auf Remis.

In meinem „Italiener“ überführe ich meinen c6 Springer nach g6. Der Angriff der Kavallerie nach g4 und h4 ist mehr Show, wie richtige Drohung. Aber ich bekommt die Dame auf den Königsflügel und drohe gegen seinen König. Der Sprengzug f5 bringt die offene f-Linie und einen Bauern. Mein Damenflügel ist nicht vernünftig verteidigt und ich bekomme Probleme. Den Mehrbauern verdaddel ich promt. Komme aber wieder besser ins Spiel. Angriff oder Tod. Weder noch – ich hänge im Dauerschach.

Der Ausgleich ist schon lange ersichtlich. Matthias hat seinem Gegner bereits kurz nach der Eröffnung die 2 Bauern auf a und b geklaut, womit das Spiel grundsätzlich gewonnen war, zumal sein Gegner überhaupt nichts dafür vorzuweisen hatte. Bis zur korrekten Umsetzung braucht es zwar noch einige Zeit, Matthias zieht das aber souverän durch. Läßt seinem Gegner nicht den Hauch einer Chance.

Ausgleich 3:3.

Sieht aber nicht wirklich gut aus. Finn hat einen starken Königsangriff gegen sich. Bodo einen weit vorgerückten Bauern auf der sechsten Reihe, bei dem man nicht so richtig weiß, ob der stark oder schwach ist.

Finn an Brett 5 spielt auch einen Italiener. Seinem Gegner gelingt es, einen Springer auf f5 zu etablieren und Druck gegen den König zu machen. Es braucht Zeit und Mühe, den Eindringling los zu werden. Diese nutzt sein Gegner zur langen Rochade und dem Beginn eines Bauernsturms. Der Gegner steht klar besser, hat aber nicht den richtigen Plan. Finn kann immer wieder konsolidieren und immer wieder einen Angriffszug am Damenflügel einstreuen. Ein letzten Bauer auf g6 hält der Laden zusammen. Finn hat bis zur Zeitkontrolle gutes Gegenspiel erreicht, lehnt ein Remisgebot des Gegners ab und kontert im 41 Zug mit Matt. Ein irres Spiel.

Das Gleiche kann man auch für das Spiel von Bodo sagen. Nur hier geht es ruhiger, positioneller zur Sache. Bodo hat am Damenflügel immer Druck und kann gefährlich auf der 7te-Reihe eindringen. Trotzdem gelingt es seinen Gegner, einem alten Fuchs, immer wieder die Drohungen zu parieren. Im Endspiel entsteht dann der Freibauer auf der sechsten Reihe. Kurz vor der Zeitkontrolle bieten beide Gegner Remis (Finn, Bodo) beide lehnen ab. Bei Finn war es dann auch schnell um. Bei Bodo eher wie Kaugummi. Aber er kann durch Tausch die Stellung vereinfachen und beweisen, dass ein schneller Läufer einem langsamen Springer überlegen ist.

EGAL WIE – Leo 2 – Herrenberg 2 => 5:3 – ALLES IST GUT!!!!! 5. Platz. (Jürgen Schedler)

5. Spieltag Landesliga

Winterausflug nach Mönchfeld

Einen einfachen winterlicher Ausflug nach Mönchfeld erwarten wir sicherlich nicht. Jedes schachliche Treffen mit dem Team aus Mönchfeld verspricht einen spannenden Schachsonntag und wir wollen auf jeden Fall einen Mannschaftspunkt nach Leonberg zurück bringen. Der Spieltag fängt dann auch mit einem Vorteil an. An Brett 1 bekommt Bernd Schuh seinen Punkt kampflos und mit einem 1-0 im Rücken sollte es sich nun gut spielen lassen. Nachdem das 30-minütigen Partienstartfenster endet, sitzt Martin Berger an Brett 6 immer noch ohne Gegner am Tisch und es steht 2-0 für Leonberg. Wir haben nun also eine Elfmetersituation beim Auswärtsspiel und es genügen noch 2,5 Punkte aus 6 Partien. Sollte doch zu machen sein! Franz Schlosser sucht an Brett 3 aktives Spiel mit seinen weißen Steinen. Er nutzt leider nicht die Schwächung seines Gegners durch dessen Bauernzug am Damenflügel aus und unterschätzt die Energie eines d-Bauern, der durch einen Abtausch auf e4 auftaucht. Die Folge war ein Verlust einer Leichtfigur und somit auch der Partie. Arthur Schenk erarbeitet sich an Brett 2 eine gute Mittelspielstellung mit Schwarz und versucht mit allen Mitteln, den Druck auf Weiß zu erhöhen. Hierbei übersieht er einen Doppelangriff, bei dem er am Ende nur einen Bauern für eine Figur bekommt. Sein routinierter Gegner münzt diesen Vorteil dann auch in einen ganzen Punkt um.  Andreas Thiele erreicht an Brett 4 eine Mittelspielstellung, in der er mit Weiß eventuell einen leichten Vorteil hat. Da es bei Bodo Buchmann und bei Peter König sehr gut ausssieht, willigt er in ein Remis ein. Zwischenstand ist also 2,5-2,5. Norbert Nitsch bekommt an Brett 8 ein Bauern-Turm-Endspiel auf das Brett, welches eine Zeitlang etwas kritisch für ihn aussieht. Am Ende einigen sich die beiden Spieler dann aber auf ein Remis und es steht 3-3. Bodo Buchmann erspielt sich an Brett 7 eine gute Stellung, kann dann sogar eine Qualität gewinnen. Manchmal übersieht man etwas, was Bodo in dieser Partie passierte und er ein entscheidendes Läufermatt zulassen muss.  Aus unserem Elfmeter ist nun leider ein Freist0ß für Mönchfeld geworden und Peter König muss an Brett 5 einen ganzen Punkt holen, um ein Unentschieden zu sichern. Er  kämpft wie ein Leo, kann aber nicht verhindern, dass sein Gegner den aktiven weißfeldrigen Läufer und später die Damen abtauscht. Mehr als ein Remis als Maximalergebnis kann er daher nicht rausholen. Ziemlich frustriert müssen wir die 3,5-4,5 Niederlage eingestehen.  In der Tabelle der Landesliga gibt es nun ein sehr enges Mittelfeld mit jeweils 4 bis 6 Mannschaftspunkten, mit Ausblick auf die Abstiegsplätze. Wir liegen noch auf Rang 7. Waiblingen und Sindelfingen sind mit 0 bzw. 1 Punkt schon leicht abgeschlagen. Leider haben wir ein sehr schweres Restprogramm und unsere wichtigen Gegner sind Schmiden/Cannstatt und Waiblingen. (Martin Berger)

Happy New Year!

Wir wünschen allen Vereinsmitgliedern und Schachfreunden ein gutes neues Jahr, viel Gesundheit und großartige Schacherfolge!

neujahr

Bei der Silvesterparty kamen die Figuren etwas durcheinander und es ergab sich dieses Matt in 2 Zügen … für Weiss oder Schwarz, je nachdem, wer am Zug ist … wer sieht die Lösung nach der Neujahrparty schon? Die andere interessante Frage ist, in wie vielen Zügen kann man diese Stellung, mit dann Weiss am Zug, erreichen?

Euer Vereinsvorstand

4. Spieltag Landesliga

Leonberg I feiert ersten Saisonsieg

Der ersten Mannschaft des SV Leonberg gelang am 4. Spieltag der Landesliga der erste Saisonsieg. Gegen Sindelfingen gab es einen knappen und auch etwas glücklichen 4,5-3,5 Sieg.

Die Sindelfinger traten nur mit sieben Spielern an, so dass Andreas Thiele einen kampflosen Punkt zum 1:0 verbuchen konnte.

Jürgen Schedlers Saisondebut in der Ersten war leider nicht von Erfolg gekrönt. Nach einem Generalabtausch im Mittelspiel, nach dem nur noch die Schwerfiguren übrig blieben, versäumte es Jürgen, seinen König in Sicherheit zu bringen. Die Rochade war versaut und der Turm auf h1 spielte bis zum Ende nicht mehr mit. Der Gegner brach mit Dame und Turm in Jürgens Königsstellung ein und sorgte für ein schnelles Ende.

Franz Schlosser einigte sich mit seinem Gegner auf Remis. In einer stets ausgeglichenen Partie wollte keiner der beiden Kontrahenten ein übermäßiges Risiko eingehen. Die etwas schlechtere Bauernstruktur macht Franz Sorgen, so dass er das Angebot zur gerechten Punkteteilung annahm.

Zukri Avdic sah sich im Mittelspiel einem gefährlich aussehenden Königsangriff ausgesetzt, den er jedoch mühelos abwehren konnte. Zukri lehnte zunächst ein Remisangebot des Gegners ab, lenkte dann aber doch ins Unentschieden ein, als ein Abtausch sämtlicher Schwerfiguren nicht mehr zu verhindern war.

Die kurioseste Partie lieferte einmal mehr Bernd Schuh ab. Nach vermutlich fehlerhafter Eröffnungsbehandlung ging er mit einem Bauern weniger ins Mittelspiel. Zudem gab er seinen Damenflügel komplett auf. Langfristig drohte der Gegner, mit zwei verbundenen Freibauern zur Umwandlung zu stürmen. Bernd beschäftigte seinen Gegner jedoch permanent am Königsflügel und stellte ihm knifflige Aufgaben. In Zeitnot stellte sein Gegenüber letztlich einen Springer ein und die Partie war zu Gunsten von Bernd entschieden.

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Bernd Schuh (Brett 1) und Arthur Schenk (Brett 2)

Arthur Schenk suchte sein Heil im Angriff, den sein Gegner jedoch mühelos abwehren konnte. Auf dem Rückzug sah er nun einer Bauernwelle entgegen, die auf seine Königsstellung zustürmte. Zudem machte seine zerklüftete Bauernstruktur am Damenflügel die Partieführung nicht einfacher. Ein Abzugsschach eines gegnerischen Springers brachte letztlich die Entscheidung. Arthur verlor einen Turm und musste aufgeben.

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Matchwinner des Tages: Peter König (Brett 5) mit seinem Sieg zum 4,5-3,5

Beim Stand von 3:3 dränge Peter König seinen Gegner im Leichtfiguren-Endspiel in die Defensive. Martin Berger hingegen war seinerseits zur Passivität verdammt und konnte sich kaum bewegen, geschweige denn aktives Spiel anstreben. Mit einem 4:4 wären zu diesem Zeitpunkt wahrscheinlich alle Beteiligen zufrieden gewesen.
Zur Überraschung Aller stellte Martins Gegner jedoch plötzlich seine Angriffsbemühungen ein und nahm das Remisgebot an. Jetzt lag es an Peter, für einen positiven Ausgang zu sorgen. Mit dem Wissen, die Partie nicht mehr verlieren zu können, bearbeitete er seinen Gegner unermüdlich. Nachdem sein Gegenüber die letzte Remischance nicht wahr nahm, gewann Peter einen Bauern und letztlich auch die Partie zum 4,5-3,5 Endstand.

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Nachanalysen …

Mit 4 Mannschaftspunkten steht das Team nun im Mittelfeld der Landesliga. Die Saison geht dann am 8. Januar schon weiter, dann gegen den Mönchfelder SV. (Andreas Thiele)

5. Spieltag C-Klasse

Sieg im Spitzenspiel

Mit einem 3-1 Sieg kehrt Leonbergs Dritte aus Bernhausen zurück. Martin Klotz und Agust Choma ließen ihren jungen Gegnern keine Chance und holten jeweils einen vollen Zähler. Marcel und Kevin Otter waren eher friedlich gestimmt und beide spielten remis. Mit diesem Mannschaftssieg holte sich das Team um Ulrich Schlotterbeck souverän mit 5 Siegen aus 5 Spielen den Staffelsieg in der C-Klasse West, mit 4 Punkten Vorsprung auf  Stetten auf den Fildern 2. Ob es nun eine Playoff-Runde gibt oder nicht, wird sicherlich in den nächsten Tagen bekannt gegeben.

Herzliche Glückwünsche an das Team! (Martin Berger)