8. Spieltag Kreisklasse

Leonberg II gewinnt bei den Schachkids Bernhausen

Die zweite Mannschaft des SV Leonberg kam am 8. Spieltag der Kreisklasse zu einem knappen 4,5:3,5 Mannschaftssieg bei den Schachkids Bernhausen. Orgil Bayarsaikhan kam zu einem schnellen kampflosen Sieg, da sein Gegner zu spät kam. Beim angeschlagenen Jürgen Schedler lief nicht viel zusammen. Seine Stellung passte sich schnell seinem Gesundheitszustand an, so dass er frühzeitig aufgeben musste. Bei Matthias Malitte entwickelte sich ein unklares Schwerfigurenendspiel. Da keiner der beiden Kontrahenten einen wirklichen Plan hatte, einigte man sich auf Remis. Mit dem gleichen Ergebnis endete die Partie von David Schenzle. Sein verheißungsvoller Angriff auf den unrochierten König schlug leider nicht durch. Nach Damen- und Figurentausch ging er mit einem Bauern weniger ins Endspiel. Da sein Gegner mit dem Vorteil nichts anzufangen wusste, kam es zur Punkteteilung. Apostolos ging mit einem Bauern weniger ins Mittelspiel. Zudem hatte er noch eine zerklüftete Bauernstruktur. Die Schwächen nutzte sein Gegner geschickt aus und stellte im Endspiel eine nicht abwendbare Mattdrohung auf. Till Engelhardt drängte seinen Gegner schnell in die Defensive. Nach einem Bauerngewinn im Mittelspiel, verhinderte er geschickt jegliches Gegenspiel. Nach einem erzwungenem Damentausch eroberte er einen weiteren Bauern, so dass sein Gegner aufgab. Bei Stefan Urlichs kam es zum offenen Schlagabtausch. Für einen geopferten Bauern hatte er zwar Gegenspiel, musste sich aber ebenso hartnäckiger gegnerischer Angriffe erwehren. Bevor es zum großen Showdown kommen konnte, wickelte Stefan per Zugwiederholung ins Remis ab. So musste es beim Stand von 3,5:3,5 unser „Norweger“ Ulrich Scheibe am Spitzenbrett richten. Im Mittelspiel gewann er zwei Figuren für einen Turm, musste anschließen aber zunächst in der Defensive verharren. Alle Angriffe abwehrend ging er schließlich selbst zum Gegenangriff über. Ein überhastetes Turmopfer seines Gegners ignorierte er und griff seinerseits den gegnerischen König an. Die Drohungen waren nur mit Materialverlust abzuwehren, so dass Uli den vollen Punkt einstreichen konnte. Nach dem knappen Sieg bleibt die Zweite zwar auf dem letzten Tabellenplatz, hat jetzt aber wieder realistische Chancen auf den Klassenerhalt. Ein Sieg am letzten Spieltag gegen Heimsheim ist Pflicht, um noch das rettende Ufer zu erreichen. (Andreas Thiele)

8. Spieltag C-Klasse

Leider den wahrscheinlichen Aufstieg verspielt (2 : 2)

Diesmal ging es zu sehr starken Tabellendritten nach Weil der Stadt. Mit einem Sieg hätten wir den Aufstieg klar machen können. Deshalb traten wir diesmal mit der stärksten Mannschaft an. Aber der Teufel ist ein Eichhörnchen, sagt man.

Um Punkt 9 Uhr ging es im Rathaus Schafhausen los. Am Brett 1 spielte August Choma, Brett 2 Martin Klotz, Brett 3 Tim Knigge und Brett 4 Stefan Gruber.

Selbst nach dem 5. Zug standen noch alle Bretter auf Remis. Doch das änderte sich. Schnell kam das Brett 3 mit Tim Knigge in Vorteil, nutzte seine Chancen konsequent aus und stand relativ schnell auf Gewinn. Den er mit einer tollen Kombination zu Ende brachte.

Leider lief es am Brett 1 nicht so, wie es sollte. Ganz langsam, Zug um Zug, geriet August Choma in eine sehr passive Stellung, aus der schließlich im Endspiel ein Sieg für den Gegner wurde.

An Brett 2 lief es anfangs sehr zäh. Doch nach und nach kam Martin Klotz in eine gute Angriffsposition, die er auch mit einer sehr guten Kombi nutzte. Zu erst eine erzwungene Gabel (König und Dame) durch den Läufer, die der Gegner nur mit Materialverlust abwehren konnte. Dann folgte ein Abzugsschach, das er nicht mehr parieren konnte. Sieg mit Schwarz.

An Brett 4 hatte Stefan Gruber nach guter Eröffnung  eine sehr gute Stellung. Durch eine Kombination mit Schachgebot konnte sein Gegner dann jedoch einen Turm erbeutet. Danach konvertierte er Vorteil einfach zu einem Gewinn.

Endstand ist somit 2:2.

Da die beiden Ersten in der Tabelle (die zum Aufstieg berechtigen) am letzten Spieltag keine sehr starke Gegner haben, müssen wir davon ausgehen, dass sie diese Partien gewinnen. Das heißt für uns, dass wir wahrscheinlich auf dem 3. Platz verbleiben werden. Also kein Aufstieg, was aber bei der derzeitigen Spielersituation kein Beinbruch darstellt.

Aber am 15. April werden wir es unserem nächsten Gegner (Stetten a. F.) zeigen, dass wir nicht umsonst 3. In der Tabelle sind. (Martin Klotz)

8. Spieltag Bezirksliga

Niederlage in Affalterbach

Nach acht Wochen Pause durfte die erste Mannschaft des SV Leonberg mal wieder ein Spiel in der Bezirksliga bestreiten. In Affalterbach gab es jedoch eine knappe aber verdiente 3,5:4,5 Niederlage.
Nicht mitwirken durfte unser Norwegische Edeljoker Uli Scheibe. Zum zweiten mal eingesetzt, durfte er zum zweiten mal einen kampflosen Punkt einstreichen, da sein Gegner nicht kam.
Bei Franz Schlosser tauschten sich schnell alle Leichtfiguren ab. Im Schwerfigurenendspiel war es schwer, einen Vorteil zu erlangen. Daher einigte man sich schnell auf Remis.
Finn Matzel schaffte es nicht rechtzeitig, seine Figurenentwicklung abzuschließen. Sein Gegner postierte sich mit Dame und den Türmen  zum Königsangriff. Eine fintenreiche Verteidigung reichte nicht mehr aus, so dass die Partie verloren ging.
Den einzigen erspielten Sieg für die Leonberger erzielte Kai Nosbüsch. Mit seiner ungewöhnlichen Eröffnung brachte er seinen Gegner aus dem Tritt, gewann im Mittelspiel eine Leichtfigur und gewann sicher.
Bei Norbert Nitsch sah es lange Zeit verdächtig aus. Sein Gegner stürmte mit seinen Bauern auf Norberts König zu, schaffte es aber letztlich nicht, die notwendige offene Linie für seine Schwerfiguren zu öffnen. Dank seiner umsichtigen Verteidigung sicherte Norbert das Remis.
Bei Andreas Thiele entwickelte sich eine unspektakuläre Partie. Gegen die Skandinavische Verteidigung des Gegners fand sich kein Angriffsspiel. Nach einer Abtauschorgie im Mittelspiel einigte man sich in ausgeglichener Stellung auf Remis.
So stand es zwischenzeitlich 3,5:2,5 für Leonberg. An den beiden verbliebenen Brettern sah es jedoch nicht gut aus.
Martin Berger blieb mit seinem König in der Mitte hängen und war gegnerischen Schachgeboten ausgesetzt. Um die Stellung zu halten, musste er zwei Bauern geben. Nach erzwungenem Damentausch war das Endspiel nicht mehr zu halten.
Arthur Schenk vertändelte im Mittelspiel einen Bauern. Um ihn zurück zu bekommen, versammelte er seine Schwerfiguren auf den Damenflügel. Währenddessen griff der Gegner auf der anderen Seite an und zerstörte Arthurs Königsstellung. Mit dem entblößten König waren die vielen Drohungen nicht zu parieren und die Partie ging verloren und somit auch der Mannschaftskampf mit 3,5:4,5.
Mit nun 10:6 Punkten ist die Erste auf den vierten Platz in der Bezirksliga abgerutscht. Am letzten Spieltag kommt es zum Duell gegen Murrhardt, das sich noch Hoffnungen auf den Aufstieg machen darf. (Andreas Thiele)

7. Spieltag Kreisklasse

Mit etwas Glück hätten wir auch gewinnen können!

Es ging nicht wirklich gut los. David verkalkuliert sich mit einem Opfer und liegt schnell eine Figur hinten. Kämpft aber tapfer weiter.

An Brett 3 überrollt Stefan seinen Gegner. Ein Blitzangriff hält den gegnerischen König in der Brettmitte und die verteidigenden Figuren werden von Stefan kreuz und quer gefesselt, bis sich sein Gegner nicht mehr rühren kann. Mit einer Qualle weniger gibt er dann auch auf da neues Unheil droht.

Matthias initiiert einen starken Königsangriff. Sein f5 ist die richtige Wahl. Er nimmt aber mit der falschen Figur wieder und so kommt sein Gegner zu einer Gabel – also einer Mehrfigur. Matthias holt alle Streitkräfte am Königsflügel zusammen und kann zum entscheidenden Schlag ausholen. Sein Einschlag auf f2 ist tödlich.

So kommt es, dass wir 2:0 in Führung gehen!

Davids Gegner kittet langsam seine Stellung.

An Brett 8 habe ich kurzfristig Tim verpflichtet, nachdem Kai wegen Grippe abgesagt hatte. Dieser startet mit Schwarz gut ins Spiel. Gute Eröffnung, gutes Figurenspiel, gutes Zentrum. Im Mittelspiel gerät dies etwas durcheinander. Nachdem viel abgetauscht wurde kommt es zu Zugwiederholung und Remis.

Orgil bringt wie, immer schnell, alles durcheinander. Entscheidenden Vorteil erlangt aber keine Partei und so einigt man sich auf Remis.

Bei David wird die fehlende Figur jetzt doch entscheidend.

3:2 für die Richtigen

Bei Uli an Brett 1 brennt es!!

Ich bekomme es mit einem merkwürdigen Damengambit zu tun. Mit einem unbeabsichtigten Bauernopfer halte ich aber alle Kräfte am Damenflügel und damit weg von meinem König. Sein Freibauer schlägt meinen Springer auf b8 =Dame. Jetzt hat er 2. Ich nehm ihm seine „alte“ Dame am anderen Brettende weg und alles ist wieder ausgeglichen und im Endspiel eben Remis.

An Brett 1 wird aus dem anfänglich ruhigen Sizilianer ein scharfes giftiges Spiel, bei dem man selten sagen kann, wer besser steht. Es drohen Kombinationen an beiden Flügeln von beiden Spielern. Uli erkämpft sich zwei Mehrbauern, allerdings auf Kosten seines Figurenspiels und muss diese schließlich wieder aufgeben. Kommt aber dem gegnerischen König mit der Dame gefährlich nahe. Eine Kombination bringt einen ganzen Turm – aber die meisten Figuren hängen. Tohuwabohu überall. Der sieg liegt in der Luft, die Mattkombi ist aber nicht zu sehen und so einigt man sich durch Dauerschach auf Remis.

Bei Apostolos geht es auch gut los. Im Mittelspiel auch alles OK. Im Endspiel platziert er einmal seinen Turm passiv und der Gegner nutzt das geschickt aus. Nach langem hartem Kampf ist das Spiel nicht mehr zu halten.

Endstand 4:4. Da die Schachkids gewonnen haben, hätte wahrscheinlich auch ein Sieg den Abstieg kaum verhindert. Jetzt sieht es düster aus. Es gibt aber noch eine kleine Chance … es müssen noch Siege her!

Trotzdem allen Dank für den Einsatz. (Jürgen Schedler)

7. Spieltag C-Klasse

Leonberg 3 verliert bei Schönaich 4 mit 1:3

Die dritte Mannschaft des SV Leonberg trat am letzten Sonntag beim Verfolger Schönaich 4 an. Die Schönaicher, nominell die stärkste Mannschaft der Liga, traten in starker Besetzung an, um ihre Aufstiegschancen zu wahren.
Lukas Ouzounis spielte etwas zu schnell und stellte früh seine Dame für zwei Leichtfiguren ein. Der Gegner nutzte den Materialvorteil geschickt und sorgte für die frühe Schönaicher Führung.
Bei August Choma sah es lange nach einem vollen Punkt aus, hatte er doch im Endspiel mit je zwei Türmen einen Mehrbauern, der zudem noch ein gedeckter Freibauer war. Leider tauschte August überhastet einen Turm und gestattete dabei dem verbliebenen Turm des Gegners, in seine Stellung einzudringen. Mit abgeschnittenem König war die Stellung nicht mehr zu gewinnen und man einigte sich auf ein Remis.
Martin Klotz überrumpelte seinen Gegner im Mittelspiel und gewann eine Qualität. Ein Bauer schien dabei auf der Strecke zu bleiben; Martin wollte ihn jedoch unbedingt halten und riss dafür seine Königsstellung auf. Der Bauer ging trotzdem verloren und der Gegner erlangte durch Martins schlecht geschütztem König Gegenspiel. In unklarer Stellung einigte man sich schließlich auf ein Unentschieden.
Beim Stand von 1:2 lag es an Stefan Gruber, noch einen Mannschaftspunkt zu retten. Er drängte seinen Gegner im Mittelspiel in die Defensive und plazierte seine Figuren zum Königsangriff. Dabei vergaloppierte er sich etwas mit seinen Springern, die plötzlich keine geeigneten Rückzugsfelder mehr hatten. Nach einem erzwungenen Figurenopfer blieb eine verlorene Stellung, die der Gegner dann zum Sieg ummünzte.
Nach der Niederlage bleibt Leonberg auf dem geteilten 1. Platz. Die Verfolger sind allerdings deutlich näher gekommen. (Andreas Thiele)

6. Spieltag Kreisklasse

Harter Abstiegskampf

Im Abstiegskampf trat das Team um Jürgen Schedler am Sonntag zu Hause gegen Vaihingen-Rohr 2 an. Leider fiel Martin Klotz kurzfristig krankheitsbedingt aus, so der Spieltag schon mit einem 0-1 startete. Keinen guten Tag hatte Jürgen Schedler an Brett 1. Die Gewitterwolken in der Ferne nicht sehend, baute er sein Spiel auf und der Donnerschlag in Form eines Damenopfers auf f7 überraschte ihn dach doch sehr. Tim Knigge machte es an Brett 8 etwas besser und konnte im Endspiel einen entfernten Freibauern zur Dame entwickeln. Im folgenden Endspiel gegen Turm und Bauern konnte er den großen Vorteil jedoch nicht umsetzen und musste sich mit einen Unentschieden zufrieden zeigen. Apostolos Anastasopoulos (Brett 3) und Till Engelhardt (Brett 5) gaben jeweils den vollen Zähler ab, so dass der Spieltag schon verloren war. David Schenzle (Brett 4) und Orgil Bayarsaikhan (Brett 6) holten solide Remise. Großen Kampfgeist bewieß Stephan Urlichs an Brett 2. Ein weit vorgerückter Freibauer in Kombination mit Turm und Läufer brachten eine vorteilhafte Stellung, so dass er 2 Mehrbauern erringen konnte. Sein Gegner kam dann zu einer Springer/Turm Stellung, in der er quasi eine Zugwiederholung provozieren konnte, da eine andere Spielweise des Leonbergers schwer abzuschätzen war. Somit willigte Stephan zähneknirschend in ein Remis ein. Endstand 2-6. Die wirklich wichtigen Spiele kommen nun in den letzten 3 Spieltagen, an denen Treffen gegen die drei direkten Mitkandidaten um die Abstiegsplätze anstehen. (Martin Berger)

Ergebnis Monatsblitz Februar / KBEM

Favoriten setzen sich durch

Zum Monatsblitz Februar, welches auch der Start der Kreis-Blitz-Einzelmeisterschafts-Serie war, fanden sich 11 Schachfreunde ein. Mit Thanh Kien Tran, Markus Kottke und Fred Wrobel waren die Turnierfavoriten schnell ausgemacht, Stephan Kaufhold mischte in der ersten Turnierhälfte auch sehr gut um die Spitze mit.

Platz Name Verein ELO/DWZ Pkte. W.1 W.2 W.3
1 Tran, Thanh Kien SC Böblingen 2205 9.5 42.00 128.25 128.25
2 Kottke, Markus SC Leinfelden 2115 8.0 30.50 84.00 84.00
3 Wrobel, Fred SC Böblingen 1959 8.0 29.50 82.00 82.00
4 Kaufhold, Stephan SC Böblingen 1825 7.0 27.50 83.50 83.50
5 Brettschneider, Karl SC Leinfelden 1863 5.5 16.75 47.00 47.00
6 Ganser, Ganokorn SC Böblingen 1548 5.0 13.00 30.00 30.00
7 Berger, Martin SV Leonberg 1730 4.5 11.50 29.75 29.75
8 Uhlarz, Jörg SV Leonberg 1486 4.5 10.25 22.75 22.75
9 Schenk, Arthur SV Leonberg 1802 1.0 1.00 1.00 1.00
9 Brunner, Horst SV Leonberg 1216 1.0 1.00 1.00 1.00
9 Knigge, Tim SV Leonberg 1.0 1.00 1.00 1.00

Am Ende stzte sich Thanh Kien Tran vom SC Böblingen souverän mit 9.5/10 Punkten durch. Punktgleich folgten Markus Kottke und Fred Wrobel auf den Plätzen 2 und 3, nur durch die Feinwertung getrennt. Auf Platz 7 landete Martin Berger als bester Leonberger. (Martin Berger)

6. Spieltag C-Klasse

Wir müssen unsere Tabellenführung verteidigen

Die 3. Mannschaft hat dieses Mal das leichteste Spiel in ihrer Liga zu bestehen. Dies sollte kein Problem sein, dachte alle. Der Gegner hies am Spieltag Simmozheim 3. Tabellenletzter mit Sindelfingen 5 und somit doch ein relativ leichter Gegner, der mit seiner fast identischen Mannschaft antrat, wie das Jahr zu vor.

Brett 1 mit August Choma, einem sehr behuten Spieler. So lange er seine Mütze auf dem Kopf trägt, brennt bei ihm nichts an. Sein Gegner hat nicht den Hauch einer Chance. (1:0)

Am Brett 2 spielte wie seit drei Spieltage Tim Knigge seine Partie. Schnell hatte er einen Stellungsvorteil erspielt, der sich dann auch sofort in einen Materialvorteil verwandelte. Doch leider wäre er nicht Tim, wenn er sein Spiel nicht noch etwas interessanter gestalten würde. Im Mittelspiel hatte er schon einen großen Vorteil, musste nur noch einen „richtigen Zug“ spielen und die Partie war gewonnen. Trotz dieses Missgeschick spielte er seine Partie souverän zu Ende. (2:0)

Brett 3 spielte Stefan Gruber. Nach zähem Spiel und langem Gleichstand setzte sich schließlich seine Spieltechnik entscheidend durch. Nach großem Materialgewinn musste sein Gegner einfach die Segel streichen. (3:0)

Am Brett 4 spielte Lukas Ouzounis. Sehr konzentriert machte er sich ans Werk. Spielte dieses Mal sehr sachlich und brachte durch seine Ruhe seinen Gegner schnell und sicher in Bedrängnis. Es war dann nur noch eine Frage der Zeit bis das Matt erreicht wurde. (klasse Lukas). (4:0)

Endstand 4:0.

Wir haben unseren Tabellenführung gefestigt. Jetzt noch 2 Spiele gewinnen und wir steigen diesmal in eine höhere Klasse auf. Gratulation!

(Martin Klotz)

6. Spieltag Bezirksliga

Zähes Ringen um den Sieg

Schauen wir uns die Tabelle an, verspricht die Fahrt zu DJK Stuttgart-Süd ein netter Sonntagsausflug zu werden. Wir kennen DJK jedoch und wissen, wenn sie komplett antreten, wartet ein harter Gegner auf uns. So war es dann auch. Erstmalig in der Saison tritt das Team mit 8 starken Leuten an. Dementsprechend gestaltet sich auch das Kampfgeschehen. Bis weit nach 12 Uhr findet an allen Brettern ein zähes Ringen um die Punkte statt. Dann zeichnen sich langsam Wendungen in einzelnen Partien ab. Schwierig sind die Positionen an Brett 1 und 2, Brett 3, Brett 5 und Brett 8 sehen sehr gut aus. Andreas Thiele wird an Brett 1 ziemlich unter Druck gesetzt und es ensteht ein für Ihn kritisches Mittelspiel. In gedrängter Zeit kann er diesem Druck jedoch Stand halten und kann ein Remis erkämpfen. Arthur Schenk kann den König seines Gegners in der Mitte festnageln und es sieht nach einem guten Druckspiel mit Potenzial aus. Durch eine kleine Unachtsamkeit kann der Gegner mit seinem Springer eine Familiengabel ansetzen und bedroht beide Türme und die Dame von Arthur. Qualität ist weg. Die ungünstige Stellung des gegnerischen Königs führt dann dazu, das Arthur einen Turm bekommt. Dadurch kann dann aber die schwarze Dame in Arthurs Reich eindringen und die beiden Kontrahenten einigen sich auf Remis. Zukri Avdic holt an Brett 5 einen souveränen Sieg. An Brett 8 steht Finn Matzel sehr gut und kann auf einen Mehrbauern stolz sein. Leider übersieht er einen böswilligen Plan des Gegners und muss eine Niederlage einstecken. Franz Schlosser engt seinen passiven Gegner an Brett 3 immer mehr mit seinen Bauern ein. Am Ende des Mittelspiels ist ein Springer auf a8 eingesperrt und beide Läufer sind quasi auf der Grundlinie gefangen. Das Aufbrechen der Stellung durch die Bauern von Franz führt dann dazu, dass der Gegner Material opfern muss, was auch das Ende der Partie einläutete. Peter König und sein Gegner bauen an Brett 4 auch eine sehr blockierte Stellung auf, wobei der gegnerische Spieler etwas mehr Raum hatte. Es gibt jedoch auf beiden Seiten kaum Möglichkeiten, die Stellung zu öffnen, was dann auch zum Remis führt. Norbert Nitsch konnte einen eher ausgeglichene Mittelspielstellung in eine vorteilhafte Endspielstellung überführen. Im Endspiel mit mehreren Bauern und gleichfarbigen Läufern übernimmt Norbert den agierenden Part. Er kann mit seinem Läufer in das gegnerische Hinterland eindringen und in Kombination von König, Läufer und Zugzwang dem Gegner die Bauern abnehmen. Gegen 2 Bauern und Läufer gegen Läufer konnte sein Gegner dann nichts mehr machen. Der Mannschaftssieg ist somit gesichert. Ich selbst bin an Brett 6 noch am Kämpfen. Meine Idee, mit den schwarzen Steinen die Stellung bei zwei guten Möglichkeiten nicht zu öffnen, war nicht gerade gut. Das Resultat war eine sehr eingeengte Stellung mit zwei Eckläufern auf a8 und h8. Sieht immerhin lustig aus. Die Idee eines Königsangriffs mit Bauernsturm am Königsflügel konsequent umzusetzen, hätte vielleicht funktioniert. Zu viel Verteidigungszüge gegen den Bauern- und Pferdesturm des Gegners am Damenflügel brachten keine Entlastung. Spannend wird es dann doch noch, nachdem ich einen Springer im Zentrum opferte und die Stellung sich öffnete. Ich gab dem Gegner gute Chancen, Fehler zu begehen, was er jedoch nicht tat und die Macht der Mehrfigur ausnutz. Nach meiner Aufgabe steht der Endstand von 4.5 zu 3,5 für Leonberg fest. Ein spannender Spieltag, mit etwas Glück für uns. In der Tabelle stehen wir nun auf Platz 4, 2 Mannschaftspunkte hinter den führenden Schachfreunden aus Stuttgart. (Martin Berger)