4. Spieltag Bezirksliga

Auswärtsspiel in Gerlingen

Erstmals in dieser Saison konnte die erste Mannschaft in Bestbesetzung antreten. Trotzdem kam man mir leeren Händen ausGerlingen zurück. Dabei fing es gut an; der Gerlinger Spitzenspieler trat nicht an, was mir einen kampflosen Punkt und einen unbeschwerten Sonntag einbrachte. Bei Leonberg drohte eine kampflose Niederlage an Brett 8, letztlich schaffte es Finn aber, eine Minute vor Ablauf der Karenzzeit, an sein Brett zu kommen. Während der Eröffnungsphase passierte nicht viel, lediglich bei Arthur Schenk ging von Anfang an die Post ab. Mit gewohnt aggressiven Zügen setzte er seinem Gegner permanent zu. Sein erfahrener Gegenüber wehrte jedoch geschickt alle Drohungen ab, bis am Ende nur noch die Damen übrig blieben und das Dauerschach nicht mehr abzuwehren war.
Bei Zukri Avdic entstand im Mittelspiel eine Stellung mit heterogenen Rochaden. Beide Kontrahenten suchten darauf ihr Heil im Bauernsturm auf den gegnerischen König. Der Angriff des Gegners schlug deutlich schneller durch, so dass Zukri schnell aufgeben musste.
Peter König kam nicht gut aus der Eröffnung und stand im Mittelspiel gedrängt. Während Peters Läufer abseits standen, griff sein Gegenüber mit seinem Springerpaar kontinuierlich an. Um den Druck zu mindern gab Peter eine Qualität ab. Die Hoffnung auf Gegenspiel mit dem Läuferpaar zerschlug sich jedoch, da sein Gegner nebenbei noch mehrere Bauern abräumte und am Ende sicher gewann.
Ein Lichtblick war die Partie von Franz Schlosser. Nach frühem Damentausch baute er sich geschickt auf und hemmte seinen Gegner in der Figurenentwicklung. Mit permanentem Druck gewann er am Königsflügel zwei Bauern und zwang seinen Gegner zur Aufgabe.
Aufgrund des Zwischenstandes lehnte Norbert Nitsch ein Remisangebot seines Gegners ab und forcierte in der Folge einen Angriff mit Materialopfer. Während der Abwicklung gab sein Gegner Material zurück und erzwang einen Damentausch. Im anschließenden Endspiel mit je einem Turm blieben Norbert zwei Bauern für einen gegnerischen Springer übrig, so dass die Partie letztlich Remis endete.
Finn Matzel hielt seine Partie lange im Gleichgewicht. Nach Abwicklung ins Endspiel mit je zwei Türmen sah es zunächst nach einem Remis aus. Nach Tausch eines Turmes stellt er jedoch seinen verbliebenen Turm ins Abseits. Nach der anschließenden Abwicklung blieb ihm zwar auf der h-Linie ein Freibauer, sein Gegner hatte allerdings zwei davon auf dem anderen Flügel, so dass die Partie nicht zu halten war.
Einen kuriosen Verlauf nahm das Spiel von Martin Berger.  Nachdem er mit Schwarz gut aus der Eröffnung kam, überschätze er sein Angriffspotential und verlor im Mittelspiel gleich zwei Bauern. Bemühungen um Gegenspiel wehrte sein Gegner erfolgreich ab und lief mit zwei Freibauern in der Mitte auf die Grundreihe zu. Martin musste einen ganzen Turm geben und sah zudem noch einer einzügigen Mattdrohung entgegen. Bei einer letzten Verzweiflungsaktion mit Dame und Läufer gab sein Gegner unnötigerweise den Turm zurück. Zwar drohte er weiterhin mit Matt, konnte aber dem Dauerschach nicht mehr entfliehen.
Nach dieser 3,5-4,5 Niederlage rutschen die Leonberger mit jetzt 5:3 Punkten auf den 4. Platz in der Bezirksliga ab. (Andreas Thiele)

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