3. Spieltag Bezirksliga

Nagold zu Besuch in Leonberg

Leonbergs Erste durfte zum ersten Heimspiel in dieser Saison das Team aus Nagold begrüßen. Nagold hat diese Saison mit 10 Spielern nur ein sehr knappes Kontigent und reist auch nur mit 7 Spielern an, so dass unser Norwegenlegionär Uli an Brett 8 den Sieg geschenkt bekommt. Danach gibt es 7 lange Partien. Spannende Stellungen entwickeln sich an fast allen Brettern, in den meisten fällen sieht die Entwicklung zu Leonberger Gunsten aus. An Brett 4 erreicht Peter König eine schöne Mittelspielstellung, in der sein Gegner seine Dame sehr ungünstig positioniert, so dass ein Springerabzug einen Damenangriff auf dessen Dame ermöglicht und gleichzeitig der Springer den Läufer auf e7 mit Schachgebot angreift. Sein Gegner gab gleich seine Dame gegen den Springer. In der Folge spielt Peter also mit diesem großen Vorteil und wickelt das Mittelspiel in ein gewonnenes Endspiel ab, mit Dame und Turm gegen zwei Türme. Franz Schlosser (Brett 3) hat keinen guten Tag und lässt mit Schwarz zu viel Druck durch einen Bauern im Zentrum zu, so dass sein Gegner gewinnbringend mit kombiniertem Materialgewinn und Matt droht, so dass Franz am Ende das nachsehen hat. Apostolos Anastasopoulos (Brett 6) bekommt eine sehr spannende Eröffnungsstellung auf das Brett, bei der sein König einen Einschlag auf f7 parieren muss, das Material aber im Gleichgewicht bleibt. Sein König kommt dann zu Fuss in die sichere Ecke und das Spiel nimmt auf der f-Linie Fahrt auf. Hier war Apostolos schneller als sein Gegner, da beide Läufer, Dame und Türme aktiv auf die gegnerische Rochadestellung drängen. Der Gewinn der Qualität besiegelte dann auch den Sieg in der Partie für den Leonberger. Eine scheinbar unübersichtliche Mittelspielstellung konstruiert Finn Matzel an Brett 6. Er behält auf jeden Fall den Überblick und und holt sich sicher einen Punkt gegen den nichtrochierten König des Gegners. Arthur Schenk bringt seinen Gegner an Brett 2 im Mittelspiel unter sehr starken Druck. Sein Gegner hat kaum Platz und Läufer, Springer, Turm und Dame drohen andauernd mit Figurengewinn oder Matt. Dann scheint endlich der Knoten zu platzen und ein Figurengewinn steht bevor. Leider ein kleiner Rechenfehler und bei stark reduziertem Figurenbestand steht es materiell und stellungstechnisch gleich. Die Spieler einigen sich auf ein Remis. Der Mannschaftssieg steht damit auf jeden Fall fest. Andreas Thiele steht an Brett 1 schon seit der Eröffnung mit Schwarz unter Druck. Ein früher Bauernvorstoß am Königsflügel seines Gegners bringt ihn zu andauernden Verteidigungsarbeit. Im Mittelspiel sieht es dann nach einem sehr guten Spiel für seinen Gegner aus. Andreas konnte aber die gefährliche Stellung halten und ein Remis erkämpfen. Martin Berger (Brett 5) spielt heute mit Schwarz eine eher langweilige Variante. Im Mittelspiel spielt sein Gegner sehr passiv und die Stellung ist etwas besser für Schwarz. Im Springer-Bauern-Endspiel steigt der Vorteil von Schwarz und ist, was die Nachanalyse zeigt, auch für Schwarz gewonnen. Am Brett ist es nicht so einfach zu sehen und mit dem Mannschaftssieg im Rücken nimmt Martin das Remis seines Gegners an. Endstand ist somit 5,5:2,5 für Leonberg. Mit diesem Sieg liegt das Team nun punktgleich mit dem führenden Team Winnenden auf dem zweiten Rang. (Martin Berger)

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