Wochenendturnier im Chinesischen Schach

Europäische Xiangqi-Freunde treffen sich in Leonberg

Zum dritten Mal findet vom 7.3. bis 9.3. in Leonberg das Xiangqi Turnier um den Engelpokal statt. Xiangqi ist der chinesische Verwandte unseres westlichen Schachs. Die Wurzeln beider Varianten liegen in Indien, was man deutlich an verschiedenen Elementen in beiden Spielen erkennt. Z.B. sind Turm und Wagen, sowie Springer und Pferd fast identisch, der Läufer entspricht dem Elefanten, die Bauern den Soldaten und der König dem Feldherrn. Einiges entwickelte sich jedoch auch sehr unterschiedlich. Die Europäer brachten die Dame ins Schach, bei den Chinesen gibt es noch die Leibwächter und zusätzlich Kanonen. Das westliche Schach wird auf den Feldern gespielt, das chinesische Schach auf den Schnittpunkten der Linien und es gibt einen Fluß und einen Palast für den Feldherrn.

Am Wochenende nun treffen wieder sich zwischen 20-30 Spielerinnen und Spieler aus ganz Deutschland und verschiedenen europäischen Ländern zum Kampf um den Engelbergpokal. Freitagabend findet ein Blitzturnier, parallel zum Monatsblitz im westlichen Schach, statt. Samstag und Sonntag wird das Hauptturnier gespielt, welches auch als Qualifikationturnier zur deutschen Meisterschaft und zum World Team Cup in Berlin zählt. In der Anmeldeliste befinden sich schon 9 Titelträger, so dass auch Partien auf sehr hohem Niveau gesoielt werden. Sonntag ab 14 Uhr gibt es ein Turnier für Newcomer und Interessierte, bei dem der reine Spaß im Vordergrund steht. Parallel zum Turnier gibt es natürlich auch Informationen und Material zum Xiangqi.

Mehr Informationen und die Ausschreibungen zu den Turnieren gibt es auf unseren >>Xiangqi-Seiten.
Einen Bericht zum letztjährigen Turnier gibt es bei der >>Leoberger Kreiszeitung.

Xiangqi_Gruppenbild
Teilnehmer des Haupturniers 2014

Schauen Sie einfach mal am Wochendende rein und lernen Sie, wie sich das Urschach unterschiedlich entwickelt hat. Beide Varianten besitzen ihre jeweilige Eigenart und Dynamik und somit auch ihren eigen Reiz. (Martin Berger)

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