5. Spieltag B-Klasse

Ein Remis, 3 : 3, das war zu wenig

Am 13. Januar, na klar der 13., mussten wir nach Sindelfingen. Ein Team der unteren Tabellenhälfte. Aber es war ja der 13.

Am Brett 1 spielte August Choma wie gewohnt. Still und konzentriert nahm er die Stellung seines Gegners ins Visier. Doch sehr bald stellte sich heraus, dass der Gegner einen sehr guten Tag erwischt hatte. August verlor zuerst die Qualität, dann auch die Quantität und schließlich die Partie.

Am Brett 2 spielte Martin Klotz. Hatte wie immer Probleme in der Eröffnung, konnte dies aber im Mittelspiel kompensieren und schließlich einen Stellungs- und Qualitätsvorteil erzielen. Dann kam eine unkonzentrierte Phase. Vor lauter gewinnen wollen lief meine Dame in eine Springergabel und war einfach weg!

Am Brett 3 sollte Stefan Gruber spielen, doch sein Gegner zog es vor, im Bett zu bleiben. So konnte Stefan für unsere Mannschaft einen Punkt verbuchen.

Am Brett 4 spielte Leon Erzic. Eine gute Eröffnung war schon der halbe Sieg. Nach kurzem Spiel hatte er eine Figur mehr und brachte seinen Gegner mehr und mehr in eine bedrohliche Lage, was schließlich zu einem klaren Sieg führte.

Am Brett 5 spielte Lukas Ouzounis. Leider konnte er seine gute Form dieses Mal nicht zeigen. Schon in der Eröffnung hatte er Stellungs- und Materialnachteile. Konnte sie trotz gutem Spiel nicht mehr ausgleichen und verlor leider die Partie.

Am Brett 6 spielte Thomas Polarcyk. Zielstrebig führte er die weißen Steine übers Brett. Hatte sich sehr bald auch einen materiellen Vorteil erspielt und zwang seinen Gegner, sich mit allen Mitteln zu verteidigen. Doch Thomas spielte die Partie souverän zum Sieg für uns zu Ende.

Das Remis gegen diesen Gegner ist leider etwas zu wenig. Am Brett 2 musste einfach ein Sieg her, so darf man eine Gewinnstellung nicht verspielen. Trotzdem war das Remis wahrscheinlich der Klassenerhalt. In diesem Sinne, auf ein Neues, wie Jürgen sagen würde.

Der Chef. (Martin Klotz).

5. Spieltag Bezirksliga

Die Narren sind los

Hoppla … da stehe ich vor der Eingangstür, meine Schachpartie geistig vor den Augen, da fällt mir das Plakat neben der Tür auf. Masken entstauben ab 13 Uhr. Hä? Wir sind doch bis 15 Uhr da! Oh nein … wir haben ja heute nur den kleinen Raum. Ok … vielleicht sind wir ja um 13 Uhr schon durch und der Karnevalsverein kommt spät. Leider nicht so … um halb elf sind sie da. Der Raum wird zum Klamottenwechsel und Materiallagerung genutzt. Veranstaltung ist auf dem Vorplatz. Hatte schon mit dem Mannschaftsführer der Schönaicher gesprochen und wir machen ruckzuck einen Raumwechsel. Nur mein Gegner ist ziemlich entrüstet und motzt rum. Ich sag nur … kein Wunder, er steht schlecht und sucht nach Gründen, wie er seinen Punkt noch retten kann. Das Spiel läuft jetzt aber normal weiter. Kurt, den wir heute an Brett 1 aufgestellt hatten, kam leider nicht, so dass wir mit 0:1 starten. Arthur (Brett 2) spielt eine glänzende Partie und dringt mit seinen weißen Figuren tief in die sizillianische Stellung seines Gegners ein. Der sieht kein Land mehr und streckt die Hand über das Brett. Inzwischen sieht es auch bei David (Brett 8) und Franz (Brett 3) sehr gut aus. Meine Partie (Brett 5) sieht auch sehr gut aus. Angesteckt durch meinen Spielgegner kommt das gegnerische Team nun auf die Idee, dass es hier zu laut sei. Im Nebenzimmer hört man leise Stimmen vom Fastnachtsverein. Einmal lief jemand mit Schellen durch den dortigen Raum und es wird ab und zu gelacht. Es ist wirklich nicht laut. Da ist das Fußbodenknarren in anderen Spiellokalen, in denen wir schon waren, deutlich lauter. Mein Gegner will den Spielabbruch. Ein paar seiner Mannschaftskollegen würden nun mitziehen. Klar … sie stehen gerade mit dem Rücken zur Wand. Ich frage den Mannschaftsführer, ob er wirklich meine, es sei zu laut … naja … ein bisschen … meint er. Ich rufe beim Staffelleiter an, kann ihn aber nicht erreichen. Ich mache eine Tonaufnahme vom Lärm. Habe es gerade noch einmal angehört. Man hört so gut wie nichts! Ein Spieler des gegnerischen Teams meinte … was soll der Quatsch. Lasst uns einfach fertig spielen. Gesagt getan. Franz holt nun seinen vollen Punkt. Finn (Brett 7) muss leider ein berührt-geführt ausführen und kommt so in eine Springergabel. Am Ende ist der Punkt weg. David erntet das Ergebnis seines Druckspiels am Königsflügel in Form eines Mehrläufers. Geschickt führt er das Endspiel zum Sieg. 3:2 für uns. Ich habe eine Gewinnstellung. Mein Gegner wird nun aggressiver und will einen Spielabbruch. Lärm ist garantiert gar nicht mehr zu hören, da die Narren nun in der Kirche sind … 100m entfernt. Zukri sieht sich in einem Leichtfigurenendspiel mit jeweils mehreren Bauern. Keiner kann da gewinnen und die beiden Spieler einigen sich auf Remis. In gewonnener Stellung (Diagramm) mache ich, nach Absprache mit meinen Teammitgliedern, ein Friedensangebot an das gegnerische Team und meinen Gegner und biete Remis an. Hiermit ist ein Unentschieden gesichert und mein Gegner beruhigt sich vielleicht auch wieder. Er zittert total und ich mache mir schon fast Sorgen um ihn. Außerdem will ich vermeiden, dass die Partie so lange dauert, dass die Fastnächtler zurückkommen und wirklich lustigen Krach machen. Er nimmt das Remis an, reagiert aber nach wie vor unfreundlich. Es steht 4:3 für uns. Norberts Partie (Brett 6) sieht auf den ersten Blick remislich aus. Endspiel mit verteilten Bauern und Läufer für Norbert, Springer für seinen Gegner. Eine kleine Ungenauigkeit bringt einen entscheidenden Vorteil für den Schönaicher und somit kommt es zum 4:4 Endstand des Mannschaftsspiels. Ich spreche mit dem Mannschaftsführer der Schönaicher, ob sie noch protestieren wollen. Er bestätigt, dass sie nicht protestieren werden und es auch nicht so schlimm laut gewesen sei. Außerdem hätten ja alle die gleichen Bedingungen gehabt. Vielen Dank, dass wir dies so konstruktiv lösen konnten. Das 4:4 war da sicherlich auch eine gute Grundlage. Mein Gegner sprach beim Rausgehen wieder von Protest einlegen … netter Typ … hätte ich doch einfach die Partie zum Sieg weitergespielt. Der Spieltag hat uns einiges gelehrt. Unter anderem: achte darauf, welche andere Vereine in den Nebenräumen sind oder welche Räume hast du gebucht oder der Schachspieler ist sehr geräuscheempfimdlich, wenn er am verlieren ist … ist aber nicht neu ;-). (Martin Berger)

Erstes Blitzturnier 2019

Das Januar-Blitzturnier fand mit 5 Teilnehmern statt, weswegen der Gewinner in einem doppelrundigen Turnier ermittelt wurde. Die Hinrunde konnte Stephan mit 3,5 Punkten aus 4 Partien knapp für sich entscheiden. Martin war ihm mit 3 Punkten dicht auf den Fersen. Die Rückrunde spielte Stephan dann fehlerfrei ohne Punktabgabe zu Ende und so sicherte er sich mit 7,5 Punkten den ersten Platz. Martin (5 Punkte), Jörg (4 Punkte), David (3,5 Punkte) und Stefan folgen in der genannten Reihenfolge auf den weiteren Plätzen. (David Schenzle)

4. Spieltag B-Klasse

Am 2. Dezember empfingen wir die Schach-Kids Bernhausen. Formell die etwas schwächere Mannschaft in der B-Klasse.

Brett 1, wie so oft schon, August der Starke (Choma), Brett 2 Martin Klotz, Brett 3 Leon Erzic, Brett 4 Lukas Ouzounis, Brett 5 Jingbo Huang und schließlich Brett 6 mit unserem Thomas Polarczyk.

Leider hatten wir keinen guten Start. Das Brett 2 musste die Partie nach dem Motto aufgeben – schwub, weg war der Turm -. Etwas problematischer erging es am Brett 5. Nach einer fürchterlichen Metzelei konnte der Gegner nach ca. einer halben Stunde den Sieg für sich verbuchen.

Nun zu Brett 1. Hier baute August ganz llaannggssaamm seine Stellung Zug um Zug aus. Der gegnerische weiße König wurde schließlich in die Ecke gedrängt und war bereit zum Matt. Haste gut gemacht August.

Brett 3 mit Leon. Schon kurz nach der Eröffnung konnte Leon einen kleinen Vorteil erspielen, den er immer mehr ausbaute, so dass schließlich der Gegner mit einem Handschlag die Partie beendete.

An Brett 4 setzte sich der sehr positive Trend von Lukas fort. Nach einer guten Eröffnung konnte Lukas, der sehr ruhig und überlegt spielte, das Spiel immer mehr zu seinen Gunsten wenden, so dass er schließlich eine gute Stellung im Endspiel hatte. Das sah auch sein Gegner so, der schließlich die Überlegenheit von Lukas anerkennen musste. Ein schöner Sieg!

Brett 6 war eine Bank. Hier konnte Thomas seine gute Form ausspielen. Schon in der Eröffnung hatte sich die Stellung sehr einseitig in Richtung Thomas geneigt. Mit seiner gewohnten Ruhe setzte er seinem Gegner zu. Er verbesserte nach und nach die Stellung, kam zu Materialgewinn und erzwang schließlich das Matt.

Der Sieg fiel mit 4 : 2 schließlich doch noch sehr gut aus, das den Klassenerhalt zwar nicht sichert, aber schon wahrscheinlicher macht. Danke Jungs, das war gut. (Martin Klotz)

5. Spieltag A-Klasse

Vaihingen-Rohr spielt ohne 2, verloren 4, Schneider 5 — oder so ähnlich

Gleich zu Beginn wurde das Brett 2 abgesagt. Kam auch nicht und Till, eh etwas Grippe geschwächt, kommt zu einem schnellen Punkt.

Brett 3 ist auch nicht da – soll aber erscheinen. Tut er auch – fünf nach Halb. Zu spät. Auch Apostolos macht einen schnellen Punkt.

2:0 nach 30 Minuten

Mein Gegner und ich hauen uns die Damengambittheorie um die Ohren. Kommt nicht viel bei rum. Ausgeglichene Stellung.

Bei Tim dagegen läuft es rund. Schon in der Eröffnung kann er den wichtigen Zentrumsbauern auf d3 klauen. Und das ist erst der Anfang.
Jetzt werden aber gleich komplette Figuren verspeist. Zuerst ein Turm.

Orgil bekommt mit Weiß zwar Angriff, ob die gegnerische Stellung schon sturmreif ist, mir kommen Zweifel. Jedenfalls kommt sein Springeropfer auf e6 mit brachialer Gewalt. Zwei Bauern für die Figur – OK – aber sein Gegner hat Gegenspiel.

An Brett 6 bei Marcel (schön dass es trotz Schichtarbeit geklappt hat) ist die Eröffnung eher ruhig. Jeder baut sich auf, entwickelt seine Figuren, aber Marcel hat schon mehr Zentrum und mehr Druck. Ein feiner Abzug bringt den Bauern auf h6.

Bei dieser Bilanz bietet mein Gegner Remis. Wir hatten vor Jahren schon gegeneinander gespielt. Auch alles Ausgeglichen. Ich habe es dann mit der Brechstange versucht. Keine gute Idee. Ich hätte eigentlich verlieren müssen und stand zwischenzeitlich auf -4,2, habe aber betrogen und Remis gehalten. Für derartige Manöver ist heute keine Notwendigkeit — gleich Remis.

Tim hat, während ich das Remis annehme, auch noch den gegnerischen Läufer kassiert. Seine Dame auf h3 nimmt dem gegnerischen König auf g1 alle Felder (Bauer auf f2 vorhanden). Außerdem greift seine Dame den Bauern auf g4 an. Sein Turm auf der vierten Reihe ebenfalls. Nur die gegnerische Dame steht noch zwischen Turm und eigenem Bauern und muss weg. Es kommt: Dame zieht weg, Turm schlägt Bauer und Matt im nächsten. Sein Gegner gibt auf.

3,5 :0,5 – Kampf entschieden

Orgil´s Gegner könnte die Damen tauschen, dabei einen Bauern zurückbekommen, macht das aber nicht und ich weiss, es besteht Hoffnung. Da der Mannschaftskampf entschieden ist bietet, Orgil Remis, was sein Gegner sofort annimmt.

Der spannendste Kampf findet aber bei Marcel statt. Tolle Springermanöver auf beiden Seiten. Eine Unachtsamkeit bringt noch einen Bauern ein — aber auch die offene h-Linie für den Gegner. Als ich mich gerade auf ein langwieriges Mittelspiel einstelle, gibt sein Gegner unvermittelt auf. Marcel ist genauso überrascht wie ich. Natürlich hat sein Gegner 2 Bauern weniger, aber noch 6 Figuren im Spiel und Ressourcen wie z.B. die offene h-Linie. Egal.

Mit 5:1 haben wir vielleicht etwas zu hoch gewonnen; macht mir aber NIX!!! Tabellenplatz 2, einen halben Brettpunkte hinter Magstadt.

Nicht vergessen nächste Woche Weihnachtsfeier!!!!

Danke an alle! (Jürgen Schedler)

Letztes Blitzturnier 2018

Am 07.12.2018 fand das letzte Blitzturnier in diesem Jahr statt. Der Sieger der Jahreswertung stand mit Stephan bereits vorher fest. Dafür konnte aber noch der heißbegehrte Titel des Dezember-Champs erspielt werden. Dieser wurde in einem doppelrundigen Turnier mit 5 Teilnehmern ermittelt. Nach der Hinrunde teilten sich Franz, Stephan und David noch den ersten Platz mit jeweils 3 Punkten.

Die Rückrunde musste für die Entscheidung sorgen. In dieser konnte Franz alle 4 Partien gewinnen und sich damit letztlich Platz 1 sichern. Stephan folgte mit 6 und David mit 4 Punkten. Jörg und Leon komplettieren die Dezember-Tabelle.

Die Jahreswertung 2018 (es zählen immer die 7 besten Ergebnisse):

Platz Namen Punkte
1 Kaufhold 67,5
2 Schlosser 57
3 Thiele 55,5
4 Uhlarz 50
5 Berger 39
6 Nosbüsch 35
7 Schuh 30
8 Erzic 29
9 Matzel 28
10 Schenzle 20
11 Urlichs 17
12 Polarczyk 15
  Brunner 15
  Scheibe 15
15 Biersinger 8
16 Schenk 7
17 Avdic 6
18 Schedler 5
  Knigge 5
  Jingbo 5
21 Apostolos 2,5
  Malitte 2,5

(David)

4. Spieltag Bezirksliga

Schachjahresabschluss in Herrenberg

Die erste Mannschaft beschließt das Schachjahr mit dem Auswärtsspiel in Herrenberg. Von der Aufstellung her verspricht  es, ein spannender Kampf zu werden. Herrenberg tritt mit zwei Ersatzspielern an, sind DWZ-technisch an einigen Brettern etwas besser einzuschätzen.


An allen Brettern gibt es lange Zeit ein zähes Ringen um Vorteile. Ein sehr interessante Figurenverteilung ergibt sich an Brett 2 bei Franz Schlosser. Franz hatte den Einbruch auf f7 von Leichtfiguren in seine schwarze Stellung unterschätzt und muss seine Dame und den f-Bauern gegen 3 Leichtfiguren geben. Mit vielen Bauern auf dem Brett und nach dem Abtausch der Türme und noch einer Leichtfigur sieht seine Stellung ganz gut aus und Franz will auch gerne schauen, ob noch etwas geht (Diagramm rechts). David Schenzle (Brett 7) ist heute der Schnellste. In ausgeglichener Mittelspielstellung einigt er sich mit seinem Gegner auf ein Remis. Norbert Nitsch baut mit den schwarzen Figuren eine solide Stellung auf, die sein Gegner nicht knacken kann und somit ergibt sich auch hier ein Remis. Stefan Urlichs macht an Brett 4 mit Läufer und Springer mächtig Druck auf c2 in der weissen Stellung. Sein Gegner hält mit Sa3 dagegen und bekommt die Möglichkeit, am Damenflügel Unordnung zu schaffen. Nach einemm ungenauen Damenzug steht Stefan plötzlich mit 2 Bauern weniger da, jedoch sind die beiden Bauern verdoppelte Randbauern, die im Endspielmit beidseitigen Läufer und Springer blockiert werden können. Stefans Gegner laviert jedoch sehr umsichtig und setzt den Vorteil langsam aber sicher in einen vollen Punkt um. Zukri Avdic spielt lange Zeit an Brett 3 eine ausgeglichene Partie. Leider macht ihm eine Springergabel einen Strich durch die Rechnung und der Punkt geht an seinen Gegner. Arthur Schenk bekommt einen sizilianischen Aufbau vorgesetzt. Die interessante Spielweise seines Gegners läßt diesen dann mit einem König in der Mitte bzw. auf der Wanderschaft in Richtung Ecke. Trotzdem bekommt Arthurs Gegner gutes Gegensiel am Damenflügel, was ihm dann auch einen Figurengewinn und den ganzen Punkt einbringt. Apostolos Anastasopoulos vertieft sich an Brett 8 in ein kompliziertes Mittelspiel mit Dame, Turm, Springer, Läufer und mehreren Bauern, jeweils auch vereinzelte Bauern. Durch eine Unachtsamkeit verliert sein Gegner einen Turm. Er kann zwar mit Springer und Dame in Apostolos‘ Stellung eindringen und seinen König bedrängen. Er wird jedoch wieder herausgeworfen und kann den Materialrückstand nicht verkraften. Ein Sieg für uns! Vielleicht hat Franz einfach zu schnell gezogen. Der Springerzug zurück auf die 7. Reihe war jedoch suboptimal und sein Gegner kann mit der verbliebenen Dame ins Hinterland einrücken. Wichtige Bauern gehen nun verloren und somit auch der Punkt. Im letzten laufenden Spiel kann ich nur noch unser Brettpunkteverhältnis verbessern. Ich bekomme an Brett 5 mit Weiss eine solide Angriffsstellung, mit meiner Dame auf d3, einem zentralisierten Springer auf e5. Das Turmmanöver von f1 über f3 nach h3 macht dann mächtig Druck auf dem Königsflügel. Mein Gegner muss mt dem König in die Mitte. Seine Schwerfiguren wandern auf den Königsflügel. Eine superschnelle Kurzreise meiner Dame auf den Dameflügel mit Figurengewinn- und Mattdrohungen bringt meinen Gegner zum entscheidenden Fehler und er reicht die Hand über das Brett. Mit der vermeidbaren 5-3 Niederlage treten wir die Heimreise an. Naja, Niederlagen sind prinzipiell ja immer vermeidbar. Es gibt sie aber trotzdem immer wieder. In der Tabelle liegen wir im Mittelfeld. Wir freuen uns auf die Spiele im Neuen Jahr! (Martin Berger)

3. Spieltag B-Klasse

Am 3. Spieltag ging es diesmal nach Simmozheim. Ein sehr starker Gegner, der auch auf Grund seiner hohen DWZ der klare Favorit war.

Ich traute meinen tränenbefeuchteten Augen nicht, an allen Brettern wurde die sehr aggressive Variante c4 oder f5 gespielt.

An Brett 1, August Choma, stand es lange remis, doch eine kleine Kombination seines Gegners kostete im schließlich eine Figur, die er bis zum Schluss nicht mehr kompensieren konnte. Im Endspiel musste er schließlich die Segel streichen.

Dieses Mal spielte an Brett 2 Stefan Gruber. Lange Zeit konnte er die Partie offen halten. Doch am Damenflügel konnte der Gegner eine tolle Bauernstruktur aufbauen, die Stefan stark einschränkte. Schritt für Schritt wurde die Stellung dann vom Gegner offensiver geführt, so dass letztendlich, trotz einem sehr guten Spiel, von Stefan der Sieg an Simmozheim ging. Der Gegner bescheinigte anschließend Stefan ein sehr gutes Spiel-

Nun lagen wir 0:2 zurück.

Das Spiel am 3. Brett schien lange Zeit für uns zu laufen. Leon spielte eine sehr gute offensive Partie, in welcher beide Läufer aus dem Hinterhalt auf die Königsstellung drückten. Doch mit der Zeit konnte der Gegner sich etwas erholen, so dass letztlich ein sehr glückliches Remis für den Simmozheimer heraussprang.

Brett 4 – die größte Überraschung. Lukas spielte diesmal eine ganz tolle Partie, hatte lange Zeit seinen Gegner im Griff und dachte diesmal vor jedem Zug sehr gut nach. Leider übersah er gegen Ende des Spiels einen Figurengewinn und somit die Partie zu gewinnen. Das Remis war trotzdem eine ganz tolle Leistung von Lukas. Weiter so!

An Brett 5 spielte Jingbo. Hier muss man deutlich sagen, er hatte einen sehr starken Gegner (Wolfgang Ketterer). Jingbo hielt lange Zeit hervorragend mit, konnte ein ums andere Mal seinen Gegner in Bedrängnis bringen, musste aber in einem Endspiel mit einer Leichtfigur weniger die Partie aufgeben. Trotzdem klasse!

Und nun zum einzigen Sieg für uns an diesem Spieltag.

An Brett 6 spielte diesmal Thomas Polarczyk. Ruhig, wie gewohnt spielte er seine Partie. Jeder Zug war durchdacht und kombinatorisch gut. Immer einen kleinen Schritt besser, als sein Gegner. So konnte es nicht mehr überraschen, dass er am Ende sein Gegner matt setzte.

Nach fast drei Stunden konnten wir dann den Heimweg antreten. Trotz einer 2:4 Niederlage machten wir ein sehr gutes Spiel. Ein großes Lob von eurem Boss! (Martin Klotz)

3. Spieltag Bezirksliga

Irrungen und Wirrungen

So könnte man unsere Begegnung in der Bezirksliga gegen die SGem Vaihingen-Rohr betiteln. In der Anfangsphase der Begegnung schlichen sich bei uns an verschiedenen Brettern einige Irrungen ein. Uli Scheibe (Brett 8) steht kurz nach der Eröffnung mit einer Quali weniger da, Norbert Nitsch (Brett 6) vermisst dann auch eine solche. Ich (Brett 5) stehe plötzlich … vielleicht war es auch nicht so plötzlich … in einer gedrückten Stellung. Zukri Avdic (Brett 3) hat nach der Eröffnung auch nicht gerade eine tolle Stellung. An den anderen Brettern sieht also normal aus. Arthur Schenk (Brett 1) versucht alles, um einen guten Angriff auf den kurzrochierten gegnerischen König zu iniziieren. Dafür bleibt sein König in der Mitte. Franz Schlosser (Brett 2) baut langsam etwas Druck auf. Stefan Urlichs (Brett 4) steht mit einem Turm schön auf der 8 Reihe in der schwarzen Stellung, wobei der König des Gegners noch unrochiert auf seinem Posten steht. Finn Matzel (Brett 7) steht nicht schlecht. Langsam fängt es dann mit dem entwirren an. Stefans Gegner kann seine Stellung stabilisieren und der eingedrungene Turm von Stefan kann nichts ausrichten. Stefan sieht nichts besonderes mehr und bietet Remis, was der Gegner annimmt. Als ich bei Norbert reinschaue, hat sich die Lage gebessert … er hat eine Figur und zwei Bauern als Gegengewicht gegen einen Turm erhalten. Gewinnen wollen, braucht er in der gegebenen Konstellation mit jeweils noch einem zusätzlichen Turm und anderen Bauern nicht und da sein Gegner friedlich gestimmt ist, einigen sie sich auf ein Remis. Zukri hat inzwischen alle Schwerfigure abgetauscht und es ist ein Endspiel mit Minusbauer, aber ungleichen Läufern, entstanden. Diese Endspiele sind oft remislich. Zukri kann dies auch in diesem Fall seinem Gegner zeigen und erarbeitet sich ein Remis. Ulis Gegner sieht ein taktisches Motiv und opfert einen Läufer auf h2. Hier ist er offenbar einer Irrung erlegen und Ulis Stellung hat sich deutlich gebessert. Noch ein paar Wirrungen seines Gegners und er steht glatt auf Gewinn, was dann auch zu einem vollen Punkt führt … puhhh. Bei Arthur geht es heiss her. Sein Gegner droht ein Matt in der Mitte, Arthur versucht auf der h-Linie in die weisse Stellung einzudringen. Sein König in der Mitte sieht etwas wackelig aus. Inzwischen bekommt Franz eine sehr schöne Angriffsstellung mit dem Läuferpaar und einem Turm. Er kann mit dem Turm auf der Grundreihe eindringen, hat Matt- und Materialgewinndrohungen. Diesem Druck kann sein Gegner nicht Stand halten und wir bekommen einen weiteren Punkt. Punktetechnisch sieht es gut aus … 3,5-1,5. Meine Stellung hat sich auch gebessert. Fühle mich nun ganz wohl. Leider übersehe ich dann einen kleinen Tausch, der mir zwei Leichtfiguren gegen Turm und die bessere Stellung bringt. Nun ist mein Gegner plötzlich wieder am drücken. Arthurs König in der Mitte war dann doch zu anfällig und er muss seinen Punkt abgeben. Es steht 3,5-2,5. Bei Finn sieht es remislich aus. Sein Gegner will jedoch unbedingt gewinnen, da die Stellung in meiner Partie unklar ist. Manchmal ist es nicht gut, unbedingt gewinnen zu wollen. Finn kann durch eine Wirrung seines Gegners entscheidendes Material gewinnen und fährt den ganzen Punkt ein. Glücklich nehmen wir diesen Siegespunkt an. In meiner Partie rächte es sich nun, dass ich die schöne Abwicklung vor ein paar Zügen nicht sah. Zwei Springer in meinem Lager gabeln mich ganz schön auf und somit gebe ich  meinen Punkt an meinen Gegner. Mit 4,5-3,5 gewonnen. Das war das Wichtige! Danke an alle! (Martin Berger)

Blitzen im November

An unserem November-Blitzturnier nahmen 8 Spieler teil. Nach einem frühzeitigen Rutschfehler habe ich verstanden, warum bei einer ungeraden Spieleranzahl jeder weiterrutscht und bei einer geraden Anzahl der Turnierleiter sitzen bleibt und das Brett dreht. 🙂

Nach 7 Spielen konnte sich Stephan deutlich mit 7 Punkten durchsetzen. Den 2. Platz erreichte Jörg, welcher gegen Uli den direkten Vergleich gewann (jeweils 5 Punkte). Die weiteren Plätze belegen in genannter Reihenfolge David, Horst, Martin, Finn und Thomas.

Die aktuelle Gesamttabelle:

Platz Namen Punkte
1 Kaufhold 67,5
2 Thiele 55,5
3 Schlosser 47
  Uhlarz 47
5 Berger 39
6 Nosbüsch 35
7 Schuh 30
8 Matzel 28
9 Erzic 23
10 Urlichs 17
11 Polarczyk 15
  Brunner 15
  Scheibe 15
14 Schenzle 12
15 Biersinger 8
16 Schenk 7
17 Avdic 6
18 Schedler 5
  Knigge 5
  Jingbo 5
21 Apostolos 2,5
  Malitte 2,5