Schachtraining erweitern und neue Entwicklung bei Künstlicher Intelligenz

Zwei interessante Artikel sind in den letzten Tagen erschienen, die ich euch empfehlen will. Davide Nastasio setzt sich in seinem Artikel „How Xiangqi can improve your chess“ mit Verwandten unseres westlichen Schachs auseinander. Er beschreibt, wie z.B. Xiangqi (Chinesisches Schach) helfen kann, im westlichen Schach besser zu werden. Es gibt auch Beispiele von Spitzenspielern im westlichen Schach, die Schachverwandte nutzen, um ihr Schach zu inspirieren. Auf dem Gebiet der künstlichen Intelligenz hat sich in den letzten zwei Jahren auch einiges bewegt. Viele bekamen sicherlich mit, dass die Software AlphaGo die besten Go-Spieler der Welt schlug. Inzwischen gibt es AlphaZero, was auch Schach und Shogi meisterhaft beherrscht. In seinem Artikel „Google’s AlphaZero Destroys Stockfish In 100-Game Match“ geht FM Mike Klein auf den Wettkampf zwischen AlphaZero und der bis dahin besten Schachsoftware Stockfish ein. Er dokumentiert auch Stimmen von Spitzenspielern zu diesem Ereignis. Einen deutschen Beitrag gibt es bei Chessbase von Andrè Schulz. (Martin Berger)

5. Spieltag C-Klasse

Jetzt sind wir Tabellenführer

Dieses Mal musste unsere 3. Mannschaft bei den Schach-Kids-Bernhausen 4 antreten, nach dem wir am 4. Spieltag die 3 Mannschaft aus Bernhausen zu Gast hatten.

An Brett 1 hatte August Choma einen sehr ruhigen Vormittag. Sein Gegner war leider kurzfristig krank geworden; so dass August eine Trainingspartie gegen Stefan Gruber einschob. Stand 1 : 0.

Am Brett 2 spielte Tim Knigge seine Partie. Schnell hatte er einen Stellungsvorteil erspielt, der sich dann auch sofort in einen Materialvorteil verwandelte. Ruhig und sicher nutzte er dies aus und sein Materalvorteil wurde immer größer. Die Gegnerin lies sich trotz aller Nachteile das Matt vorführen. Stand 2 : 0.

An Brett 3 spielte Niklas Gruber seine Partie. Nach einer sehr guten Eröffnung hatte auch er einen großen Vorteil, sowohl Material als auch in der Stellung. Doch was kam dann; viel zu siegessicher machte er einige Züge, die schließlich dazu führten, dass er seine Dame, ohne Grund, ins Abseits stellte. Diese Einladung nahm natürlich sein Gegner dankend an, was schließlich zur Aufgabe von Niklas führte. Stand 2 : 1.

Am Brett 4 spielte dieses Mal Lukas Ouzounis. Ganz konzentriert machte er sich ans Werk. Spielte aber leider etwas zu schnell, so dass er zweimal ein 3-zügiges Matt übersah. Man hätte meinen können, es sei eine Schnellpartie (46 Züge in 35 Minuten). Aber er lies seinem Gegner keine Chance und zog im 46 Zug zum Matt. Endstand 3 : 1.

Durch diesen Sieg übernahm die 3. Mannschaft die alleinige Tabellenführung. Gratulation! (Martin Klotz)

5. Spieltag Bezirksliga

Tabellenführer Winnenden

Am fünften Spieltag der Bezirksliga trat die erste Mannschaft des SV Leonberg gegen den ungeschlagenen Tabellenführer aus Winnenden an.  Nachdem Peter König (Brett 4) und Stefan Urlichs (Brett 8) nach ereignisarmen Partieverläufen remisierten, sorgte Zukri Avdic an Brett 5 für die Führung. In einem eher ausgeglichenen Mittelspiel erlaubte sein Gegner sich eine ungeschickte Konstellation auf der d-Linie und Zukri konnte durch ein Läuferopfer auf f2 diesen gegen einen Turm eintauschen. Das materielle Übergewicht reichte dann zum Sieg. Bei Franz Schlosser (Brett 3) brannte das Brett. In scharfer Stellung wurden bei zunehmender Zeitnot nicht immer die besten Züge gefunden. Am Ende stürmten jeweils zwei verbundene Freibauern auf die gegnerische Stellung zu. Franz wandelte zuerst um und setzte seinen Gegner daraufhin matt. So stand es zwischenzeitlich 3:1; die Stellungen an den restlichen Brettern gaben jedoch keinen Anlass, auf einen Sieg zu hoffen. Arthur Schenk (Brett 2) stellte im Mittelspiel eine Qualität ein, kämpfte verbissen weiter, musste sich jedoch letztlich geschlagen geben. Nach ungewöhnlichem Eröffnungsverlauf stand Andreas Thiele (Brett 1) zunächst etwas passiv. Nachdem sich einige Figuren getauscht hatten, blieb am Ende im Turmendspiel ein guter Springer gegen einen schlechten Läufer übrig. Die Versuche, den minimalen Vorteil in einen Sieg umzumünzen, scheiterten jedoch, so dass ins Remis eingelenkt wurde. Martin Berger (Brett 6) hatte eine aussichtsreiche Angriffsstellung. Ein Springeropfer sollte den Sieg bringen. Der Gegner nahm das Opfer zunächst nicht an; erst als Martin inkorrekt einen Bauern schlug, nahm sein Gegner den Springer und konnte seine Stellung konsolidieren. Alle weiteren Angriffsbemühungen schlugen fehl, so dass die Partie letztlich verloren ging. Nun lag es beim Stand von 3,5:3,5 an Norbert Nitsch. Dieser hatte jedoch im Springerendspiel zwei Bauern weniger, verteidigte sich aber hartnäckig. Sein junger Gegner verpasste die Gewinnchance und musste sich letztlich mit Remis zum 4:4 Endstand zufrieden geben. Mit 6:4 Punkten geht die erste Mannschaft nun auf Platz 5 in die Weihnachtspause. (Andreas Thiele)

5. Spieltag Kreisklasse

Kampflose Abgabe gegen Stetten a.d.F.

Leider konnte keine 2. Mannschaft am vergangenen Sonntag für die Kreisklasse zusammengestellt werden und für Stettener gab es ein verfrühtes Weihnachtsgeschenk. Mehrere Absagen und Aushilfe für die 1. Mannschaft waren die Gründe. Mit nur 4 Mann gegen Stetten a.d.F. anzutreten, machte auch kein Sinn. Über die Winterpause steht das Team nun auf dem Nichtabstiegsplatz 8. Die wichtigen Gegner gibt es dann 2018! (Martin Berger)

4. Spieltag C-Klasse

Wie die Feuerwehr!

Pünktlich um 9 Uhr ging es dieses Mal zu Hause gegen die Schach-Kids Bernhausen 3 los. Am Brett 1 spielte August Choma, Brett 2 Tim Knigge, Brett 3 Niklas Gruber und Brett 4 Stefan Gruber.

Der heutige Gegner war in dieser Saison mit 6 Punkten noch ungeschlagen und hatte zudem noch 4 Brettpunkte mehr wie wir. Man sollte meinen, dass wir nun etwas vorsichtiger zu Werke gehen würden. Pfeifendeckel! Wie die Feuerwehr legten unsere 4 Spieler los. Außer August Choma, er spielte in seiner ruhigen gemütlichen Art, Kappe auf dem Kopf, seine Partie.

Beim Tim Knigge sah es dann schon etwas anders aus. Nach einer ruhigen Eröffnung, ging es plötzlich hoch her. Man hätte meinen können, dass Tim seine 2 vorherigen Niederlagen in dieser Partie ausgleichen wollte. Auf einmal ging es in dieser Partie ab, man konnte kaum so schnell schauen, wie die Figuren von Tim gewonnen wurden, nach ca. 45 Minuten strich dann seine Gegnerin die Segel.

An Brett 1 ging August weiter ruhig seinem Spiel nach. Und plötzlich gewann er durch eine sehr gute Kombination einen Läufer. Das war dann der Anfang vom Ende. Seine Gegnerin war so geschockt, sie konnte kein vernünftiges Spiel mehr entgegen setzten. Zug um Zug gewann August die Oberhand, so dass seine Gegnerin schließlich die Segel strich. Das war das 2 : 0.

An Brett 4 spielte Stefan Gruber seine Partie sehr ruhig und sorgfältig. Mit großer Ruhe holte er sich Figur um Figur von seinem Gegner. Der ließ sich aber das Matt vorführen. In einer Stellung, in der jeder von uns aufgeben würde, spielte er bis zum bitteren Ende weiter. Das war das 3 :  0.

Nun zu Niklas Gruber an Brett 3. Hatte nach einer guten Eröffnung eine grundsolide Stellung. Konnte im Mittelspiel, durch den ein oder anderen schwächeren Zug, seine gute Stellung nicht halten. Verlor schließlich einen Turm und somit auch die Partie. Was solls, wir gewannen 3 : 1. Haben den Anschluß an die Spitze hergestellt und sind guten Mutes, auch dieses Jahr eine gute Rolle zu spielen. (Martin Klotz)

4. Spieltag Bezirksliga

Auswärtsspiel in Gerlingen

Erstmals in dieser Saison konnte die erste Mannschaft in Bestbesetzung antreten. Trotzdem kam man mir leeren Händen ausGerlingen zurück. Dabei fing es gut an; der Gerlinger Spitzenspieler trat nicht an, was mir einen kampflosen Punkt und einen unbeschwerten Sonntag einbrachte. Bei Leonberg drohte eine kampflose Niederlage an Brett 8, letztlich schaffte es Finn aber, eine Minute vor Ablauf der Karenzzeit, an sein Brett zu kommen. Während der Eröffnungsphase passierte nicht viel, lediglich bei Arthur Schenk ging von Anfang an die Post ab. Mit gewohnt aggressiven Zügen setzte er seinem Gegner permanent zu. Sein erfahrener Gegenüber wehrte jedoch geschickt alle Drohungen ab, bis am Ende nur noch die Damen übrig blieben und das Dauerschach nicht mehr abzuwehren war.
Bei Zukri Avdic entstand im Mittelspiel eine Stellung mit heterogenen Rochaden. Beide Kontrahenten suchten darauf ihr Heil im Bauernsturm auf den gegnerischen König. Der Angriff des Gegners schlug deutlich schneller durch, so dass Zukri schnell aufgeben musste.
Peter König kam nicht gut aus der Eröffnung und stand im Mittelspiel gedrängt. Während Peters Läufer abseits standen, griff sein Gegenüber mit seinem Springerpaar kontinuierlich an. Um den Druck zu mindern gab Peter eine Qualität ab. Die Hoffnung auf Gegenspiel mit dem Läuferpaar zerschlug sich jedoch, da sein Gegner nebenbei noch mehrere Bauern abräumte und am Ende sicher gewann.
Ein Lichtblick war die Partie von Franz Schlosser. Nach frühem Damentausch baute er sich geschickt auf und hemmte seinen Gegner in der Figurenentwicklung. Mit permanentem Druck gewann er am Königsflügel zwei Bauern und zwang seinen Gegner zur Aufgabe.
Aufgrund des Zwischenstandes lehnte Norbert Nitsch ein Remisangebot seines Gegners ab und forcierte in der Folge einen Angriff mit Materialopfer. Während der Abwicklung gab sein Gegner Material zurück und erzwang einen Damentausch. Im anschließenden Endspiel mit je einem Turm blieben Norbert zwei Bauern für einen gegnerischen Springer übrig, so dass die Partie letztlich Remis endete.
Finn Matzel hielt seine Partie lange im Gleichgewicht. Nach Abwicklung ins Endspiel mit je zwei Türmen sah es zunächst nach einem Remis aus. Nach Tausch eines Turmes stellt er jedoch seinen verbliebenen Turm ins Abseits. Nach der anschließenden Abwicklung blieb ihm zwar auf der h-Linie ein Freibauer, sein Gegner hatte allerdings zwei davon auf dem anderen Flügel, so dass die Partie nicht zu halten war.
Einen kuriosen Verlauf nahm das Spiel von Martin Berger.  Nachdem er mit Schwarz gut aus der Eröffnung kam, überschätze er sein Angriffspotential und verlor im Mittelspiel gleich zwei Bauern. Bemühungen um Gegenspiel wehrte sein Gegner erfolgreich ab und lief mit zwei Freibauern in der Mitte auf die Grundreihe zu. Martin musste einen ganzen Turm geben und sah zudem noch einer einzügigen Mattdrohung entgegen. Bei einer letzten Verzweiflungsaktion mit Dame und Läufer gab sein Gegner unnötigerweise den Turm zurück. Zwar drohte er weiterhin mit Matt, konnte aber dem Dauerschach nicht mehr entfliehen.
Nach dieser 3,5-4,5 Niederlage rutschen die Leonberger mit jetzt 5:3 Punkten auf den 4. Platz in der Bezirksliga ab. (Andreas Thiele)

3. Spieltag Kreisklasse

Ein Pünktchen macht noch keinen Sommer.

Magstadt 1 gegen Leonberg 2.Es geht verhalten los, in Magstadt. Nach ca. 2 Stunden haben sich David und sein Gegner diverse Doppelbauern produziert. Natürlich nicht, ohne dabei einiges an Material zu tauschen. Die Schwächen heben sich auf und Remis.

Mit Weiß kommt Till gut ins Spiel. Er setzt seinem Gegner ziemlich zu. Ein geschicktes Springermanöver bringt ihn in Vorteil. Er beherrscht die d-Linie mit seinen Türmen. Aber der Gegner ist zäh. Erst das Eindringen des zweiten Springers über f5 bringt Materialvorteil. Die Qualität im Endspiel gegen einen langsamen Springer ist klar gewonnen und Till setzt das auch souverän um.

Ich bekomme es mit einem Bekannten zu tun. Mit Schwarz dümpele ich so vor mich hin. Mein Gegner verfolgt meinen Plan-A: Lc1,Dc2 und Matt auf h7. Egal. Ich kontere und mein Läufer auf b7 erwacht. Es bringt nix. Remis. Auch in der Analyse keine Gewinnvariante.

An Brett 1 bekommt es Uli mit einem erfahrenen Gegner zu tun. Die Eröffnung (Französisch) meistert er ohne Problem. Im Mittelspiel tauscht er einen Läufer gegen einen lästigen Spinger auf f5 – kein Problem. Im Endspiel zeigt sich das Läuferpaar allerdings als überlegen, was zum Zeitpunkt des Abtauschs allerdings nicht zu sehen war.

Kai kommt mit Weiß super gut aus den Startlöchern. Der h5-Bauer des Gegners, nach kurzer Rochade, ist sein Ziel. Er kann die h-Linie öffnen und beide Türme in Position bringen. 2 Leichtfiguren hängen, völlig ohne Felder. Ein Gemetzel. Auch nach dem Verlust von 2 Figuren hat sein Gegner kein Problem. Das Spiel tobt. Nur nicht mehr lange. 2 Figuren sind 2 Figuren und Kai weiss, diese einzusetzen.

An Brett 8 spielt Matthias einen Königsinder. Alles schön. Rochiert aber nicht. Dies sollte sich rächen. Er kann nicht mehr kurz rochieren, der Umbau zur langen Rochade kostet einen Bauern und das Spiel.

Zwischenstand 3:3.

Die Partien die am längsten liefen, hatten natürlich Feuer.

Apostolos hat eine seiner verschachtelten Stellungen aufgebaut. Er schafft sich einen Freibauern auf c5. Er hat Druck gegen den rückständigen Bauern e4. Aber Sein Gegner kann alle Drohungen parieren. Das Spiel verlagert sich zum Königsflügel. Bauernketten, die sich gegenseitig angreifen. Wo tauschen, wo mauern? Irgendwo kommt Apostolos vom Weg ab. Der Springer des Gegners, bis dato abgemeldet, greift den Damenflügel vernichtend an. Apostolos versucht alles, aber nichts mehr zu retten.

Das kurioseste Spiel zum Schluß. Unglaublich!!!! Stefan geht mit Weiß in die Offensive. Merkwürdige Eröffnung … egal. Schaut gut aus. Er vertut sich mit einer Kombi und hat auf ein Mal nur einen Turm für zwei starke Läufer. Sucht aber Gegenspiel gegen den König. Ein deplatzierter Springer des Gegners und ein nicht im Spiel befindlicher Turm helfen. Ein Angriff mit dem h-Bauern soll helfen. Sieht auch gut aus. Sein Gegner hat mittlerweile einen Freibuern bis auf die dritte Reihe gebracht (au net schlächt). Sein Gegner reagiert über, tauscht den Bauern auf h5 und übersieht den Doppelangriff – Schach gegen den König g8 und den Turm d8. Turm gewonnen, im nächsten Zug ist der Freibauer weg und Stefan hat ne Qualle mehr. Schön und gut. Jetzt kommt Zeitnot!! Jeder schmeisst mit Figuren um sich, wie wild. Stefan gibt mal nen Springer – verloren. Sein Gegner gibt mal die Dame – verloren. Endgültig!!

OK, 4:4 und nen Punkt!!

Nicht mehr Schlußlicht. Rote Laterne abgegeben. Gut so. (Jürgen Schedler)

3. Spieltag Bezirksliga

Nagold zu Besuch in Leonberg

Leonbergs Erste durfte zum ersten Heimspiel in dieser Saison das Team aus Nagold begrüßen. Nagold hat diese Saison mit 10 Spielern nur ein sehr knappes Kontigent und reist auch nur mit 7 Spielern an, so dass unser Norwegenlegionär Uli an Brett 8 den Sieg geschenkt bekommt. Danach gibt es 7 lange Partien. Spannende Stellungen entwickeln sich an fast allen Brettern, in den meisten fällen sieht die Entwicklung zu Leonberger Gunsten aus. An Brett 4 erreicht Peter König eine schöne Mittelspielstellung, in der sein Gegner seine Dame sehr ungünstig positioniert, so dass ein Springerabzug einen Damenangriff auf dessen Dame ermöglicht und gleichzeitig der Springer den Läufer auf e7 mit Schachgebot angreift. Sein Gegner gab gleich seine Dame gegen den Springer. In der Folge spielt Peter also mit diesem großen Vorteil und wickelt das Mittelspiel in ein gewonnenes Endspiel ab, mit Dame und Turm gegen zwei Türme. Franz Schlosser (Brett 3) hat keinen guten Tag und lässt mit Schwarz zu viel Druck durch einen Bauern im Zentrum zu, so dass sein Gegner gewinnbringend mit kombiniertem Materialgewinn und Matt droht, so dass Franz am Ende das nachsehen hat. Apostolos Anastasopoulos (Brett 6) bekommt eine sehr spannende Eröffnungsstellung auf das Brett, bei der sein König einen Einschlag auf f7 parieren muss, das Material aber im Gleichgewicht bleibt. Sein König kommt dann zu Fuss in die sichere Ecke und das Spiel nimmt auf der f-Linie Fahrt auf. Hier war Apostolos schneller als sein Gegner, da beide Läufer, Dame und Türme aktiv auf die gegnerische Rochadestellung drängen. Der Gewinn der Qualität besiegelte dann auch den Sieg in der Partie für den Leonberger. Eine scheinbar unübersichtliche Mittelspielstellung konstruiert Finn Matzel an Brett 6. Er behält auf jeden Fall den Überblick und und holt sich sicher einen Punkt gegen den nichtrochierten König des Gegners. Arthur Schenk bringt seinen Gegner an Brett 2 im Mittelspiel unter sehr starken Druck. Sein Gegner hat kaum Platz und Läufer, Springer, Turm und Dame drohen andauernd mit Figurengewinn oder Matt. Dann scheint endlich der Knoten zu platzen und ein Figurengewinn steht bevor. Leider ein kleiner Rechenfehler und bei stark reduziertem Figurenbestand steht es materiell und stellungstechnisch gleich. Die Spieler einigen sich auf ein Remis. Der Mannschaftssieg steht damit auf jeden Fall fest. Andreas Thiele steht an Brett 1 schon seit der Eröffnung mit Schwarz unter Druck. Ein früher Bauernvorstoß am Königsflügel seines Gegners bringt ihn zu andauernden Verteidigungsarbeit. Im Mittelspiel sieht es dann nach einem sehr guten Spiel für seinen Gegner aus. Andreas konnte aber die gefährliche Stellung halten und ein Remis erkämpfen. Martin Berger (Brett 5) spielt heute mit Schwarz eine eher langweilige Variante. Im Mittelspiel spielt sein Gegner sehr passiv und die Stellung ist etwas besser für Schwarz. Im Springer-Bauern-Endspiel steigt der Vorteil von Schwarz und ist, was die Nachanalyse zeigt, auch für Schwarz gewonnen. Am Brett ist es nicht so einfach zu sehen und mit dem Mannschaftssieg im Rücken nimmt Martin das Remis seines Gegners an. Endstand ist somit 5,5:2,5 für Leonberg. Mit diesem Sieg liegt das Team nun punktgleich mit dem führenden Team Winnenden auf dem zweiten Rang. (Martin Berger)

2. Spieltag Kreisklasse

Der Bezirksligaabsteiger aus Böblingen war ersatzgeschwächt nicht zu schlagen

Matthias hat an Brett 6 schnell ein Remis.

Bei Till läuft es von Anfang an nicht rund. Sein Gegner kommt ihm mit einem unbequemen Bauernopfer und er gerät in erhebliche Probleme. Opfert eine Figur für 3 Bauern und bekommt Spiel. Letztlich entscheidet doch die Figur.

Mit Schwarz hat Apostolos an Brett 3 einen schweren Stand. Seine lange Rochade wird schnell vom Gegner attakiert. Gegen die offenen Angriffslinien gibt es irgendwann keine Verteidigung mehr.

An Brett 7 kommt Marcel mit den schwarzen Steinen gut ins Spiel. Sein Angriff gegen f2 hält seinen Gegner im Zentrum. Im Mittelspiel kommt ein Bauer abhanden. Der Gegner kann f2 konsolidieren und das Material verwerten.

Der Auftakt war nichts. 0,5 zu 3,5.

Mein Gegner bietet mir nach 23 Zügen remis. Er hat einen gedeckten Freibauern auf d5. Ich habe am Damenflügel 2 gegen einen Bauern. Nachdem ich die Bauern etwas vorgerückt habe, bin ich von diesem Manöver nicht mehr überzeugt. Ich muss annehmen.

Kai hat immer eine ausgeglichen Stellung, in der sein Gegner nie Vorteil hatte. Mit reduziertem Material einigt man sich auf ein Remis.

August Choma bekommt es an Brett 8 mit einem erfahrenen Gegner zu tun. Die Eröffnung kein Problem. Im Mittelspiel schleichen sich ein paar Felderschwächen ein, auch kein Problem. Ein blockierter Läufer auf a1, ein Problem. Mit quasi einer Figur weniger, ist das Spiel nicht zu halten.

Einen guten Schlußpunkt setzt unser „neuer Altstar“ oder unser „alter Neustar“ Stefan Urlichs. Kann sich jeder aussuchen. Mit einer unkonventionellen Eröffnung überrascht er seinen Gegner. Kein wirklicher Königsinder. Mit den vorgerückten Bauern am Königsflügel begibt sich sein Gegner mit der kurzen Rochade auf dünnes Eis. Stefan bringt seinen König „lang“ weg und komplett in Sicherheit. Damit Bahn frei zum Bauernsturm. Der Bauer auf h5 ist das erste Ziel. Die Linien gehen alle auf. Das Ende kommt schnell. Schönes Spiel.

Endstand Leonberg 2 – Spvgg Böblingen 2 ist 2,5:5,5. Einziger Trost … zwei starke Gegner nun gespielt. Mit Magstadt kommt ein schlagbarer Gegner. Da machen wir das besser!!! (Jürgen Schedler)

2. Spieltag Bezirksliga

Auswärts in Stuttgart

Ein leichter herbstlicher Spaziergang in Stuttgart wird das Spiel gegen die Stuttgarter SF 4 nicht werden. Dies war allen Spielern der Ersten bewußt. Dies zeigte sich dann auch während des Kampftags. Es entwickeln sich an allen Brettern zähe Auseinandersetzungen, in denen es lange nicht klar ist, wie diese enden werden.  Tendeziell sieht es dann nach 3 Stunden bei Finn (Brett 7) eher schlecht aus, dafür bei Arthur (Brett 2, Bild gegen Christian Meyer) sehr gut.  Arthur gewinnt dann auch souverän seine Partie, nachdem sein Gegner ein inkorrektes Springeropfer macht und seine Dame ins Abseits stellt. Franz (Brett 3) und Kai (Brett 8, Bild gegen Alex Zakrzewski) remisieren kurze Zeit später.   Peter (Brett 4) erwischt einen rabenschwarzen Tag und schenkt seinem Gegner eine Figur und damit den ganzen Punkt. Es steht also 2:2. Zukri (Brett 5) bekommt ein schönes aktives Spiel mit den weißen Steinen, erhält einen Mehrbauern und spielt seinen Gegner gekonnt aus. Finn hat inzwischen leider einen Bauern weniger und eine schlechte Stellung im Turmenspiel. Das ist nicht mehr zu halten. Nun steht es 3:3. Bei Andreas (Brett 1) sieht es remislich aus, bei Martin (Brett 6) unklar, bis sich das Figurenwirrwarr lamgsam klärt.  Es kommt dann zu einem größeren Abtausch und einem schlechten Zug von Martin, wodurch sein Gegner eigentlich einen Bauern gewinnen kann. Übersieht er glücklicherweise und die beide einigen sich auf ein Remis. Andreas bietet seinem Gegner auch ein Remis, hat eventuell die etwas besseren Chancen im Endspiel. Sein Gegner lehnt aber ab?! Es geht dann noch eine Stunde weiter und wir glauben schon, dass Andreas noch gewinnen kann. Zum Schluss einigen sich die beiden Spieler doch auf ein Unentschieden. Somit endet der Mannschaftskampf auch 4:4-Unentschieden. Es war mehr drin, wir sind aber trotzdem ganz zufrieden. In der Tabelle stehen wir mit 3 Punkten nun auf Platz 4. (Martin Berger)