7. Spieltag Bezirksliga

Zäher Kampf mit Öffingen

Heute ist das Team aus Öffingen zu Gast, in der Tabelle einen Platz hinter uns. Nach der Sichtung der Aufstellung, sind wir vom Papier her favorisiert. Lange ist es jedoch nur draußen stürmisch. Nach über zwei Stunden tut sich langsam etwas. Uli Scheibe (Brett 7), der extra zum Spiel aus Norwegen anreiste (naja … kleiner Witz ;-)), macht erst einmal mit Schwarz Druck im Zentrum. Sein Gegner hat einen vereinzelten e-Bauern. Diesem fällt jedoch ein Springeropfer auf f6 ein und es kommt zu einer interessanten Stellung (Diagramm rechts),  in der die wiehernde Windboe den schwarzen König nackig macht, Schwarz jedoch einen tollen Königsangriff bekommen kann. Weiß kann dann wirklich kein Kapital aus dem offenen Königsflügel schlagen und Uli kann mit Dame, Läufer und Turm den weißen König zu Strecke bringen. Bei Finn Matzel (Brett 6) sieht es nicht so gut aus. So wie ich es sehe, wird er einen Läufer verlieren. Bei mir an Brett 4 ist eine Art Französisch ohne die weißfeldrigen Läufer entstanden. leider hat mein Gegner mit Schwarz einen Springer auf e4 eingepflanzt, den ich nur schwer weg bekomme. Er kommt jedoch auch zu keinem aktiven Spiel und wir einigen uns auf ein Remis. Wenig später gibt es eine Überraschung an Brett 6. Finns Gegner hat eine taktische Wendung ausprobiert und sich verrechnet. Damit ging die Dame gegen einen Turm verloren und Finn bekommt den ganzen Punkt. Stefan Urlichs (Brett 3)  hat eine remisliche Stellung, obwohl sein Gegner einen isolierten e-Bauer hat. Stefan ist friedlich aufgelegt und er bekommt sein Remis. Till Engelhardt (Brett 8) bekommt eine Endspielstellung mit langen Bauernketten und ungleichen Läufern aufs Brett. Das Remis war hier quasi nicht zu vermeiden. Es sieht gut aus. Zwischenstand ist 3.5-1.5. Arthur ist an Brett 1 natürlich wieder auf Krawall eingestellt. Mit Schwarz versucht er alles, um einen vollen Punkt einzufahren. Leider verpasst er es, im Mittelspiel einfach Mal zu sagen, ok … vielleicht reicht einfach ein Remis. Er versucht zu viel, muss eine Qualität hergeben und kann die Stellung im Endspiel nicht mehr halten. Danach wird es zäh. Norbert Nitsch (Brett 5) hat ein Mittelspiel mit jeweils Dame, Turm und vielen Bauern auf dem Brett. Er hat zwar gute Angriffsmöglichkeiten, kommt an den weißen König jedoch nicht richtig ran (Diagramm links). Franz Schlosser hat an Brett 2 zwar einen isolierten Mehrbauern, es sieht jedoch nicht danach aus, dass er bei noch jeweils zwei Leichtfiguren, Turm und Dame etwas mit diesem erreichen kann. Beide Spiele laufen dann auch die volle Spielzeit und gegen 14 Uhr kommt es zu Entscheidungen. Franz muss quasi auf eine Zugwiederholung eingehen und die Partie endet remis. Norberts Gegner findet bei knapper Zeit nicht die optimalen Züge und Norbert kann dessen Bauern abräumen und steht dann mit zwei verbundenen Freibauern im Endspiel, was natürlich den Gewinn in der Partie bedeutet. Mit diesem vollen Punkt bringt er auch unser Team auf die Gewinnerstrasse. Der Endstand ist 5-3 und wir stehen nun mit 8 Mannschaftspunkten im Mittelfeld auf Platz 5 der Bezirksliga. Vielen Dank an alle! In zwei Wochen testen wir dann den Tabellenführer in Stuttgart! (Martin Berger)

Qualifikationsturnier zur deutschen Xiangqi-Meisterschaft

Am vergangenen Sonntag fand das 1. Xiangqi Open Stuttgart im Tai Chi Teehaus in Stuttgart statt. Das Open wurde von den Xiangqi Freunden Stuttgart und dem Schachverein Leonberg organisiert. In diesem Jahr gibt es zwei eintägige Turniere in Stuttgart. Ob in diesem Jahr das zweitägige Turnier in Leonberg um den Engelbergpokal stattfindet, ist noch nicht geklärt.

Das Turnier am Sonntag in Stuttgart war mit 12 Teilnehmern sehr gut besucht. Es konnten auch Punkte zur Qualifikation für die deutsche Meisterschaft erspielt werden. Mit dem amtierenden Europameister (Xue Handi) und dem amtierenden deutschen Meister (Xue Zhong) war das Turnier dann auch sehr gut besetzt. Dazu kam noch unser alter Haudegen und Meisterspieler Uwe Frischmuth aus Hamburg. Von den Stuttgarter Xiangqi Freunden waren natürlich die meisten Spieler vertreten, Wu Weiguang als einer der stärksten Stuttgarter und Nikola Lazar-Martinovic, unser hoffnungsvolles Nachwuchstalent.

Ich vertrat als einziger Leonberger unseren Schachverein. Es sollte ein sehr gutes Turnier für mich werden. In der ersten Runde konnte ich gegen den starken Turnierneuling Wolfgang Döring gewinnen, der im letzten Jahr zu uns in die Stuttgarter Gruppe kam. In der zweiten Runde ging es dann gleich gegen Uwe Frischmuth. Ich hatte mich mit ihm bei der DM letztes Jahr schon ziemlich geklopft und da hatte er etwas Glück und konnte gewinnen. Diesesmal war etwas Glück auf meiner Seite und ich konnte in schlechterer Stellung zwei Fehler im Endspiel ausnutzen und fuhr einen vollen Punkt ein. Mit 2/2 ging es dann natürlich gegen Xue Handi (siehe Foto). Es wurde eine nicht zu einseitige Partie. Ich konnte lange mit Rot dagegen halten. Handi verbrauchte auch einiges an Zeit, ich brachte ihn also zum Nachdenken. Am Ende fuhr er natürlich seinen Pflichtsieg ein. Er war aber überrascht, dass es nicht ganz so leicht war. In der vierten Runde testete mich Nikola Lazar-Martinovic. Ich war gespannt, welche Fortschritte er in seiner Spielanlage gemacht hatte. Ich erwischte ihn bei einem seiner schlechteren Tage. Er opferte ein Pferd im Mittelspiel, konnte daraus jedoch kein Kapital schlagen. Nachdem ich Schwerfiguren tauschen konnte, das zweite Pferd auch noch gewann, stand ich mit zwei Kanonen mehr da und Nikola reichte die Hand zur Aufgabe. In der letzten Runde durfte ich dann noch gegen Xue Zhong spielen. Ich kämpfte ausdauernd und es wurde tatsächlich die längste Partie in der letzten Runde. Obwohl ich eine kleine Ungenauigkeit in der Eröffnung hatte, konnte ich die Partie lange offen halten. Selbst Xue Zhong meinte, dass ich im Mittelspiel gut stand. Die Zeitnot ließ mich dann jedoch zwei entscheidende Fehler machen und der Punkt ging erwartungsgemäß an den deutschen Meister.

Xue Handi gewann das Turnier durch Feinwertung knapp vor Xue Zhong. Auf den dritten Platz kam Wang Ge, mein Coorganisator des Turniers, ein super Ergebnis! Dahinter landete Wu Weiguang, ich folgte auf Platz 5 und Fabian Fichter, ein starker Spieler im westlichen Schach und Shogi, kam auf Platz 6. Platz 3-6 sind punktgleich, nur durch Feinwertung getrennt. Das Gesamtergebnis findet ihr <<hier>>. Mit dem Ergebnis komme ich einen guten Schritt Richtung DM 2019.

Von dieser Stelle aus eine herzliches Dankeschön an Norbert Wagner, der nicht nur am Turnier mitspielte, sondern auch mit seinem Teehaus uns mit Räumlichkeiten sowie mit Speis und Trank versorgte!

(Martin Berger)

3 Sieger beim Monatsblitz

Mit 9 Teilnehmern, darunter 2 Debütanten, war das dritte Blitzturnier in diesem Jahr gut besucht. Nach einigen Runden kristallisierten sich die drei Favoriten heraus. In der dritten Runde konnte Thanh Kien das Duell gegen seinen Böblinger Teamkollegen Bernd in einer spannenden Partie für sich entscheiden. Der dritte Favorit war Martin (Friebe), der zwar gegen Thanh Kien gewinnen konnte, allerdings beim Aufeinandertreffen mit Bernd seinen Punkt abgeben musste. So sammelten alle drei insgesamt 7 Punkte in 8 Partien, weswegen der erste Platz gleich dreifach belegt wurde.

Stephan, der die Gesamttabelle im Blitzen in diesem Jahr weiterhin anführt, erreichte Platz 4 mit 4,5 Punkten. Matthias (3,5), David (3), Martin (Berger, 3), Jerome und Gleb folgen in der genannten Reihenfolge auf den weiteren Tabellenplätzen.

(David)

7. Spieltag A-Klasse

Einer fällt immer aus dem Rahmen!

Unser Jüngster legt im heutigen Spiel gegen Sindelfingen 3 forsch los. Mit Weiß bekommt er seine Figuren gut entwickelt und macht sich mit e4 und d4 ans Zentrum ran. Genau da greift sein Gegner fehl, da d4 natürlich ausreichend verteidigt ist und er hätte besser nicht schlagen sollen. Tut er aber und büßt dabei einen Läufer ein. Nebenbei werden bei diesem Manöver auch noch die Damen getauscht, was die Situation noch besser aussehen läßt. Der zweite Bauer auf e4 ist zwar nicht ausreichend verteidigt, aber vergiftet. Auch hier greift sein Gegner zu und hat nun 2 Figuren weniger in einem hoffnungslosen Endspiel. Es dauert auch nicht mehr lange, bis Lukas den vollen Punkt einfährt.

An Brett 3 kann Apostolos bei heterogenen Rochaden am Königsflügel mit seinem Bauernsturm mächtig Eindruck machen. Als die f- und g-Linie aufgehen, kann sein Gegner nicht mehr alle Drohungen neutralisieren. Er verliert seine Dame gegen Turm und Läufer. Damit nicht genug. Apostolos hetzt den gegnerischen König quer übers Brett, um ihn schließlich auf c4 mit dem Bauerzug b7-b5 matt zu setzen.

2 : 0 sieht gut aus. Alle anderen Spiele stehen gleich oder besser für uns.

Bei Matthias läuft alles in ruhigen Bahnen. Ein Doppelbauer, dem er seinem Gegner bereits in der Eröffnung aufzwingt, wird aber bei reduziertem Material immer gravierender. Mit nur noch Läufer und Springer auf dem Brett, steht vor allem sein Springer deutlich besser, wie sein schwarzer Gegenpart. Es fängt dann mit dem ersten Bauern im Zentrum an, den sein Gegner nicht mehr halten kann. Dann initiiert er einen Entlastungsangriff am Damenflügel, vergaloppiert sich aber und sein Springer hat kein Rückzugsfeld. Aus.

Bei Till sieht die Situation eigentlich nicht schlimm aus. Sein Läufer zielt von a2 auf f7 und fesselt diesen Bauern. Sein Bauer auf f5 und die Dame auf g5 machen den Rest. Sein Gegner denkt lange nach, kann das direkte Matt nur auf Kosten des Springers verhindern. Nachdem er sich trotzdem zu g6 genötigt fühlt, schlägt die Dame mit Schach. Der f7 Bauer ist immer noch vom Läufer gefesselt. Sein Gegner gibt sofort auf – aber das Matt ist auch nah.

4 : 0  Mannschsftssieg perfekt

Ich falle jetzt aus dem Rahmen und biete meinem Gegner Remis. Er nimmt an. Seine Drohungen in der h-Linie habe ich im Griff. Selber eventuell Gegenspiel in der C-Linie. Geht wohl so in Ordnung.

Mein Reservekiller Leon an Brett 5 schlägt auch noch zu. Er kommt schon im Mittelspiel zu einem Mehrbauern. Kann daraus auch einen entfernten Freibauern in der a-Linie machen und schiebt diesen im Schwerfiguren Endspiel auch beherzt vor. Sein Gegner übersieht, dass das Vorrücken nach a2 bereits das Aus bedeutet. Mit der Dame mehr macht Leon kurzen Prozess.

5,5 : 0,5 ein gutes Ergebnis

Aber einer fällt halt aus dem Rahmen.

Mit dem 3ten Platz stehen wir aktuell auch gut da.

Danke an alle Spieler und Martin der beim Aufbau noch mitgeholfen hat. (Jürgen Schedler)

Erfolgreich bei der BJEM

Am 26.1. und 27.1. fanden in Stuttgart die Bezirksjugendeinzelmeisterschaften in unterschiedlichen Altersklassen statt. Über die Kreisjugendeinzelmeisterschaft hatten sich Vanessa Letz (U12), Elena Ouzounis (U10) und Lukas Ouzounis (U12) qualifiziert. Alle drei spielten ein sehr gutes Turnier und erkämpften sich viele Punkte. Lukas durfte in der schweren U12 Gruppe der Jungs antreten. Hier findet man schon einige erfahrene Cracks und Lukas erkämpfte sich mit 2 Siegen und 2 Remisen den 12. Platz. Super Ergebnis! Vanessa und Elena traten in der Altersklasse U12/U10 an, die in einer Gruppe spielten.  Vanessa erreichte mit Ihren zwei Siegen den 6. Platz und Elena mit einem Sieg und einem Remis den 7. Platz. Herzlichen Glückwunsch zu dem tollen Ergebnis. Elena konnte sich mit dem 7 Platz knapp vor ihre Konkurrentin in der U10 Altersgruppe setzten und wurde somit Bezirkseinzelmeisterin in der Altersklasse U10. Das ist doch ein sehr schöner Start in die Schachkarriere, oder? (Martin Berger)

6. Spieltag Bezirksliga

Zu Gast beim Tabellennachbarn

Zum heutigen Spiel reisen wir nach Leinfelden. Das Leinfeldener Team gehört für uns zum Favoritenkreis unserer Liga und somit ist es erstaunlich, dass wir „nur“ zum Tabellenfünften kommen. Aufstellungstechnisch sind wir dann auch leichter Underdog. Mathematisch ist ein 4,71-3,29 für Leinfelden zu erwarten. Aber schauen wir doch einfach mal. Lange tut sich nicht viel und die Stille … ohne Karnevalskrach 😉 … kann auch als Spannung interpretiert werden. Arthur Schenk (Brett 1) stellt sich, wie gewohnt, sturmbereit in Richtung gegnerischem König mit seinen weissen Figuren auf. Franz Schlosser (Brett 2) wählt eine Schwarze Verteidigung, in der Weiss einen giftigen Bauern auf f6 günstig platzieren kann, der Franz nicht so gefällt. Zukri Avdic (Brett 3) kann in der Eröffnung einen Bauern gewinnen. An den Brettern 4 bis 8, Stefan Urlichs, Martin Berger, Norbert Nitsch, David Schenzle und Matthias Malitte, sieht alles ausgeglichen aus. Stefan Urlichs einigt sich dann auch bald auf ein Remis mit seinem Gegner. Arthur erhöht nun sein Tempo am Königsflügel. Er erzeugt eine löchrige Bauernstruktur bei seinem Gegner und die Hilfstruppen sind zu weit entfernt, um dem schwarzen Monarchen zu helfen. Der schwarze Gegenangriff am Dameflügel ist zu langsam. Arthur bekommt seinen ganzen Punkt, 0,85 Punkte mehr als erwartet. Insgesamt sieht es ganz gut aus. Mein Gegner hätte mit einer besseren Zugwahl in eine vorteilhafte Stellung kommen können, hat dies jedoch übersehen und die Partie verflachte. Wir einigten uns auf Remis. Dadurch bekam das Team wiederum 0,18 Punkte mehr, als erwartet. David kämpfte lange mit den weissen Steinen um seinen schwachen d-Bauern. Zeitweise musste er einen Bauern geben und hatte es mit einem gegnerischen Freibauern am Damenflügel zu tun. Sein Gegner konnte ihn zwar bis auf die 3. Reihe vorpreschen lassen, da war aber dann Schluss und ein Remis stand auf der Berichtskarte.  Noch einmal 0,21 Punkte mehr als erwartet. Matthias holte kurze Zeit später auch ain Remis, nachdem ein Endspiel mit langen Bauernketten und jeweils einem Läufer als „Großbauer“ hinter den Linien entstand. In diesem Fall waren es nur 0,03 Punkte mehr als erwartet. Bei Norbert sieht es inzwischen nicht so gut aus. Er übersieht ein Läuferopfer auf h7. Im ersten Augenblick dachte ich, er kann es halten. Die Stellung war jedoch wirklich verloren und er gibt den ganzen Punkt ab. Hier verlieren wir 0,52 Punkte bezüglich der Erwartung. Franz liegt zwischendurch 3 Bauern hinten, jedoch verlockt die kaputte Bauernstruktur der weissen Stellung zu Remisträumen. Durch eine Ungenauigkeit mit dem h-Bauern ist es dann leider schnell ausgeträumt und das Team verliert  0,63 Punkte vom Erwartungswert. Es steht nun 4-3 für Leinfelden. Der Erwartungswert von Zukri liegt bei 0,45, was uns nicht reicht. Er hat nach wie vor einen Bauern mehr. Es sieht sehr imposant aus, als sein Gegner mit beiden Türmen und und der Dame auf der 2. Reihe stehen. Ein Turm wird nun jedoch abgetauscht. Sein Gegner findet dann im Verlauf nicht die optimalen Züge und Zukri kann plötzlich mit Matt- oder Turmgewinn drohen. Sein Gegner reicht die Hand zur Aufgabe. Endstand des Mannschaftsduells ist also 4-4. Wir konnten uns also 0,71 Erwartungswert klauen. Lassen wir uns schmecken. Vielen Dank an alle, insbesondere an Arthur mit seinem Supersieg an Brett 1.  Tabellentechnisch liegen wir im Mittelfeld. (Martin Berger)

KBEM 2019 startet in Leonberg mit 15 Teilnehmern

Die diesjährige Kreis-Blitz-Einzelschach-Meisterschaft startete am 1.2. in Leonberg. Mit 15 Teilnehmern wurden alle Runden ausgespielt, sodass das Turnier ca. 3 Stunden ging. Es war sehr lange ausgeglichen und versprach gegen Ende hin nochmals sehr spannend zu werden. Stephan, Martin, Bernd und sogar ich (David) mischten sehr lange vorne mit. Erst in der drittletzten (oder vorletzten) Runde traten die Titelanwärter Fritz und Markus, die sich schließlich um 1-2 Punkte von ihren Kontrahenten absetzen konnten, gegeneinander an. In diesem Duell konnte sich Fritz durchsetzen, sodass der Turniersieger nach diesem vorgezogenen Finale quasi feststand. Auch in der letzten Runde patzte der routinierte Blitzer nicht und fuhr seinen 13. Sieg in seiner 14. Partie ein. Seine einzige Niederlage an diesem Abend musste er gegen den Turnierleiter David hinnehmen :).

Die Gesamttabelle:

Platz Name DWZ Punkte Wertungspunkte
1 Fritz Zöllmer 1930 13 12
2 Markus Kottke 2110 12 10
3 Bernd Schuh 2117 11 9
4 Martin Friebe 10,5 7
5 Stephan Kaufhold 1825 10,5 6
6 David Schenzle 1559 10 5
7 Andreas Fechner 1680 6,5 4
8 Finn Matzel 1542 6 3
9 Jörg Uhlarz 1510 6 2
10 Hinrich Ganzenberg 1791 5,5 1
11 Stefan Urlichs 1839 5 0
12 Matthias Malitte 1493 3,5 0
13 Michael Eppinger 1545 2 0
14 Leon Erzic 2 0
15 Michael Kittelberger 1434 1,5 0

Durch den direkten Vergleich wurde kein Platz doppelt belegt. Ich möchte mich nochmals bei allen Teilnehmern für das tolle Turnier bedanken.

(David)

6. Spieltag A-Klasse

Erste Niederlage der Saison

Es geht gegen Böblingen aber gut los. Till an Brett 2 spielt wie die Feuerwehr. Die Figuren verschwinden schneller, wie das menschliche Auge folgen kann. Es entsteht ein Endspiel mit 3 Leichtfiguren und 6 Bauern. Gleich verteilt 4 am Königsflügel, 2 am Damenflügel. Ich denke mir so – Remis. Till´s Gegner will es aber wissen; greift an; übersieht einen Zwischenzug; 2 Figuren verschwinden. So weit so gut. Das jetzt entstandene Endspiel ist klar besser für Till. Er kassiert den a-Bauern. Sein König steht klar besser im Zentrum und sein Freibauer läuft. Sein Gegner wehrt sich noch. Vergebens.

An Brett 6 läuft das Spiel nicht unähnlich. Es darf getauscht werden und wird auch. Mit h2, f2 und f3 kann Tim die Bauernstruktur seines Gegners zerstören. Das Endspiel sieht gut aus, mit Springer gegen Läufer. Man beachte!! Sein König ist aber noch nicht im Spiel und so kommt sein Gegner auf. Am Schluss ein gerechtes Remis.

Matthias hat im Königsinder keine Schwierigkeiten. Alles Standard. Er kann mit seinem Angriff am Damenflügel seinen Gegner sichtlich überraschen. Über die halboffene b-Linie entwickelt er Druck gegen b2. Der Angriff sieht schön aus, aber es fehlen die Figuren. Der Gegner verteidigt mit allem was er hat und so ist das Remis auch gerechtfertigt.

Bei mir gibt es mit Weiß natürlich Damengambit. Mein Gegner will nicht so recht und wir landen irgendwie im Sumpf. Also ein Durcheinander. Gefällt mir Anfangs nicht so richtig. Muss meinen weißfeldrigen Läufer auf d3 tauschen, der schwarzfeldrige kommt über g5, h4 nach g3 und wird da geschlagen. Auch weg. Also mit den Springern. Im Mittelspiel komme ich auf. e4,e5,a5,b4 – die Bauern rollen. Mein Springer kommt über e4 nach d6 mit Schach und ist da gedeckt von e5. Sieht schön aus plus 1,5 Bauern, bis ich den Springer einzügig einstelle. Schöne Sch…. .

Orgil spielt Spanisch. Alles Gut bis zum Ende der Theorie. Danach wird es komisch, aber deswegen nicht schlecht. Erst das Figurenopfer auf h7 schien mir etwas voreilig, da seine Figuren zu weit weg waren, um schnell den gegnerischen König zu versenken. Sein Gegner kann sich langsam konsolidieren. Orgil kann noch die Qualität erobern, aber dadurch wird Material getauscht und die Figur mehr macht das Rennen.

Im Gegensatz zu allen anderen Spielen wird bei Apostolos überhaupt nichts getauscht. Jeder behält was er hat. Es folgt ein Geschiebe. Dabei lässt sich Apostolos vielleicht etwas in die Defensive drängen. Aus dem Mehrbauern wird ein Minusbauer. Im Schwerfigurenendspiel eine knifflige Sache. Man einigt sich auf Remis.

3,5 zu 2,5 für die Spvgg Böblingen. Da war mit Sicherheit mehr drin. Egal. Wir verkraften die Niederlage und machen in 4 Wochen alles besser!!! (Jürgen Schedler)

5. Spieltag B-Klasse

Ein Remis, 3 : 3, das war zu wenig

Am 13. Januar, na klar der 13., mussten wir nach Sindelfingen. Ein Team der unteren Tabellenhälfte. Aber es war ja der 13.

Am Brett 1 spielte August Choma wie gewohnt. Still und konzentriert nahm er die Stellung seines Gegners ins Visier. Doch sehr bald stellte sich heraus, dass der Gegner einen sehr guten Tag erwischt hatte. August verlor zuerst die Qualität, dann auch die Quantität und schließlich die Partie.

Am Brett 2 spielte Martin Klotz. Hatte wie immer Probleme in der Eröffnung, konnte dies aber im Mittelspiel kompensieren und schließlich einen Stellungs- und Qualitätsvorteil erzielen. Dann kam eine unkonzentrierte Phase. Vor lauter gewinnen wollen lief meine Dame in eine Springergabel und war einfach weg!

Am Brett 3 sollte Stefan Gruber spielen, doch sein Gegner zog es vor, im Bett zu bleiben. So konnte Stefan für unsere Mannschaft einen Punkt verbuchen.

Am Brett 4 spielte Leon Erzic. Eine gute Eröffnung war schon der halbe Sieg. Nach kurzem Spiel hatte er eine Figur mehr und brachte seinen Gegner mehr und mehr in eine bedrohliche Lage, was schließlich zu einem klaren Sieg führte.

Am Brett 5 spielte Lukas Ouzounis. Leider konnte er seine gute Form dieses Mal nicht zeigen. Schon in der Eröffnung hatte er Stellungs- und Materialnachteile. Konnte sie trotz gutem Spiel nicht mehr ausgleichen und verlor leider die Partie.

Am Brett 6 spielte Thomas Polarcyk. Zielstrebig führte er die weißen Steine übers Brett. Hatte sich sehr bald auch einen materiellen Vorteil erspielt und zwang seinen Gegner, sich mit allen Mitteln zu verteidigen. Doch Thomas spielte die Partie souverän zum Sieg für uns zu Ende.

Das Remis gegen diesen Gegner ist leider etwas zu wenig. Am Brett 2 musste einfach ein Sieg her, so darf man eine Gewinnstellung nicht verspielen. Trotzdem war das Remis wahrscheinlich der Klassenerhalt. In diesem Sinne, auf ein Neues, wie Jürgen sagen würde.

Der Chef. (Martin Klotz).