5. Spieltag A-Klasse

Vaihingen-Rohr spielt ohne 2, verloren 4, Schneider 5 — oder so ähnlich

Gleich zu Beginn wurde das Brett 2 abgesagt. Kam auch nicht und Till, eh etwas Grippe geschwächt, kommt zu einem schnellen Punkt.

Brett 3 ist auch nicht da – soll aber erscheinen. Tut er auch – fünf nach Halb. Zu spät. Auch Apostolos macht einen schnellen Punkt.

2:0 nach 30 Minuten

Mein Gegner und ich hauen uns die Damengambittheorie um die Ohren. Kommt nicht viel bei rum. Ausgeglichene Stellung.

Bei Tim dagegen läuft es rund. Schon in der Eröffnung kann er den wichtigen Zentrumsbauern auf d3 klauen. Und das ist erst der Anfang.
Jetzt werden aber gleich komplette Figuren verspeist. Zuerst ein Turm.

Orgil bekommt mit Weiß zwar Angriff, ob die gegnerische Stellung schon sturmreif ist, mir kommen Zweifel. Jedenfalls kommt sein Springeropfer auf e6 mit brachialer Gewalt. Zwei Bauern für die Figur – OK – aber sein Gegner hat Gegenspiel.

An Brett 6 bei Marcel (schön dass es trotz Schichtarbeit geklappt hat) ist die Eröffnung eher ruhig. Jeder baut sich auf, entwickelt seine Figuren, aber Marcel hat schon mehr Zentrum und mehr Druck. Ein feiner Abzug bringt den Bauern auf h6.

Bei dieser Bilanz bietet mein Gegner Remis. Wir hatten vor Jahren schon gegeneinander gespielt. Auch alles Ausgeglichen. Ich habe es dann mit der Brechstange versucht. Keine gute Idee. Ich hätte eigentlich verlieren müssen und stand zwischenzeitlich auf -4,2, habe aber betrogen und Remis gehalten. Für derartige Manöver ist heute keine Notwendigkeit — gleich Remis.

Tim hat, während ich das Remis annehme, auch noch den gegnerischen Läufer kassiert. Seine Dame auf h3 nimmt dem gegnerischen König auf g1 alle Felder (Bauer auf f2 vorhanden). Außerdem greift seine Dame den Bauern auf g4 an. Sein Turm auf der vierten Reihe ebenfalls. Nur die gegnerische Dame steht noch zwischen Turm und eigenem Bauern und muss weg. Es kommt: Dame zieht weg, Turm schlägt Bauer und Matt im nächsten. Sein Gegner gibt auf.

3,5 :0,5 – Kampf entschieden

Orgil´s Gegner könnte die Damen tauschen, dabei einen Bauern zurückbekommen, macht das aber nicht und ich weiss, es besteht Hoffnung. Da der Mannschaftskampf entschieden ist bietet, Orgil Remis, was sein Gegner sofort annimmt.

Der spannendste Kampf findet aber bei Marcel statt. Tolle Springermanöver auf beiden Seiten. Eine Unachtsamkeit bringt noch einen Bauern ein — aber auch die offene h-Linie für den Gegner. Als ich mich gerade auf ein langwieriges Mittelspiel einstelle, gibt sein Gegner unvermittelt auf. Marcel ist genauso überrascht wie ich. Natürlich hat sein Gegner 2 Bauern weniger, aber noch 6 Figuren im Spiel und Ressourcen wie z.B. die offene h-Linie. Egal.

Mit 5:1 haben wir vielleicht etwas zu hoch gewonnen; macht mir aber NIX!!! Tabellenplatz 2, einen halben Brettpunkte hinter Magstadt.

Nicht vergessen nächste Woche Weihnachtsfeier!!!!

Danke an alle! (Jürgen Schedler)

Letztes Blitzturnier 2018

Am 07.12.2018 fand das letzte Blitzturnier in diesem Jahr statt. Der Sieger der Jahreswertung stand mit Stephan bereits vorher fest. Dafür konnte aber noch der heißbegehrte Titel des Dezember-Champs erspielt werden. Dieser wurde in einem doppelrundigen Turnier mit 5 Teilnehmern ermittelt. Nach der Hinrunde teilten sich Franz, Stephan und David noch den ersten Platz mit jeweils 3 Punkten.

Die Rückrunde musste für die Entscheidung sorgen. In dieser konnte Franz alle 4 Partien gewinnen und sich damit letztlich Platz 1 sichern. Stephan folgte mit 6 und David mit 4 Punkten. Jörg und Leon komplettieren die Dezember-Tabelle.

Die Jahreswertung 2018 (es zählen immer die 7 besten Ergebnisse):

Platz Namen Punkte
1 Kaufhold 67,5
2 Schlosser 57
3 Thiele 55,5
4 Uhlarz 50
5 Berger 39
6 Nosbüsch 35
7 Schuh 30
8 Erzic 29
9 Matzel 28
10 Schenzle 20
11 Urlichs 17
12 Polarczyk 15
  Brunner 15
  Scheibe 15
15 Biersinger 8
16 Schenk 7
17 Avdic 6
18 Schedler 5
  Knigge 5
  Jingbo 5
21 Apostolos 2,5
  Malitte 2,5

(David)

4. Spieltag Bezirksliga

Schachjahresabschluss in Herrenberg

Die erste Mannschaft beschließt das Schachjahr mit dem Auswärtsspiel in Herrenberg. Von der Aufstellung her verspricht  es, ein spannender Kampf zu werden. Herrenberg tritt mit zwei Ersatzspielern an, sind DWZ-technisch an einigen Brettern etwas besser einzuschätzen.


An allen Brettern gibt es lange Zeit ein zähes Ringen um Vorteile. Ein sehr interessante Figurenverteilung ergibt sich an Brett 2 bei Franz Schlosser. Franz hatte den Einbruch auf f7 von Leichtfiguren in seine schwarze Stellung unterschätzt und muss seine Dame und den f-Bauern gegen 3 Leichtfiguren geben. Mit vielen Bauern auf dem Brett und nach dem Abtausch der Türme und noch einer Leichtfigur sieht seine Stellung ganz gut aus und Franz will auch gerne schauen, ob noch etwas geht (Diagramm rechts). David Schenzle (Brett 7) ist heute der Schnellste. In ausgeglichener Mittelspielstellung einigt er sich mit seinem Gegner auf ein Remis. Norbert Nitsch baut mit den schwarzen Figuren eine solide Stellung auf, die sein Gegner nicht knacken kann und somit ergibt sich auch hier ein Remis. Stefan Urlichs macht an Brett 4 mit Läufer und Springer mächtig Druck auf c2 in der weissen Stellung. Sein Gegner hält mit Sa3 dagegen und bekommt die Möglichkeit, am Damenflügel Unordnung zu schaffen. Nach einemm ungenauen Damenzug steht Stefan plötzlich mit 2 Bauern weniger da, jedoch sind die beiden Bauern verdoppelte Randbauern, die im Endspielmit beidseitigen Läufer und Springer blockiert werden können. Stefans Gegner laviert jedoch sehr umsichtig und setzt den Vorteil langsam aber sicher in einen vollen Punkt um. Zukri Avdic spielt lange Zeit an Brett 3 eine ausgeglichene Partie. Leider macht ihm eine Springergabel einen Strich durch die Rechnung und der Punkt geht an seinen Gegner. Arthur Schenk bekommt einen sizilianischen Aufbau vorgesetzt. Die interessante Spielweise seines Gegners läßt diesen dann mit einem König in der Mitte bzw. auf der Wanderschaft in Richtung Ecke. Trotzdem bekommt Arthurs Gegner gutes Gegensiel am Damenflügel, was ihm dann auch einen Figurengewinn und den ganzen Punkt einbringt. Apostolos Anastasopoulos vertieft sich an Brett 8 in ein kompliziertes Mittelspiel mit Dame, Turm, Springer, Läufer und mehreren Bauern, jeweils auch vereinzelte Bauern. Durch eine Unachtsamkeit verliert sein Gegner einen Turm. Er kann zwar mit Springer und Dame in Apostolos‘ Stellung eindringen und seinen König bedrängen. Er wird jedoch wieder herausgeworfen und kann den Materialrückstand nicht verkraften. Ein Sieg für uns! Vielleicht hat Franz einfach zu schnell gezogen. Der Springerzug zurück auf die 7. Reihe war jedoch suboptimal und sein Gegner kann mit der verbliebenen Dame ins Hinterland einrücken. Wichtige Bauern gehen nun verloren und somit auch der Punkt. Im letzten laufenden Spiel kann ich nur noch unser Brettpunkteverhältnis verbessern. Ich bekomme an Brett 5 mit Weiss eine solide Angriffsstellung, mit meiner Dame auf d3, einem zentralisierten Springer auf e5. Das Turmmanöver von f1 über f3 nach h3 macht dann mächtig Druck auf dem Königsflügel. Mein Gegner muss mt dem König in die Mitte. Seine Schwerfiguren wandern auf den Königsflügel. Eine superschnelle Kurzreise meiner Dame auf den Dameflügel mit Figurengewinn- und Mattdrohungen bringt meinen Gegner zum entscheidenden Fehler und er reicht die Hand über das Brett. Mit der vermeidbaren 5-3 Niederlage treten wir die Heimreise an. Naja, Niederlagen sind prinzipiell ja immer vermeidbar. Es gibt sie aber trotzdem immer wieder. In der Tabelle liegen wir im Mittelfeld. Wir freuen uns auf die Spiele im Neuen Jahr! (Martin Berger)

3. Spieltag B-Klasse

Am 3. Spieltag ging es diesmal nach Simmozheim. Ein sehr starker Gegner, der auch auf Grund seiner hohen DWZ der klare Favorit war.

Ich traute meinen tränenbefeuchteten Augen nicht, an allen Brettern wurde die sehr aggressive Variante c4 oder f5 gespielt.

An Brett 1, August Choma, stand es lange remis, doch eine kleine Kombination seines Gegners kostete im schließlich eine Figur, die er bis zum Schluss nicht mehr kompensieren konnte. Im Endspiel musste er schließlich die Segel streichen.

Dieses Mal spielte an Brett 2 Stefan Gruber. Lange Zeit konnte er die Partie offen halten. Doch am Damenflügel konnte der Gegner eine tolle Bauernstruktur aufbauen, die Stefan stark einschränkte. Schritt für Schritt wurde die Stellung dann vom Gegner offensiver geführt, so dass letztendlich, trotz einem sehr guten Spiel, von Stefan der Sieg an Simmozheim ging. Der Gegner bescheinigte anschließend Stefan ein sehr gutes Spiel-

Nun lagen wir 0:2 zurück.

Das Spiel am 3. Brett schien lange Zeit für uns zu laufen. Leon spielte eine sehr gute offensive Partie, in welcher beide Läufer aus dem Hinterhalt auf die Königsstellung drückten. Doch mit der Zeit konnte der Gegner sich etwas erholen, so dass letztlich ein sehr glückliches Remis für den Simmozheimer heraussprang.

Brett 4 – die größte Überraschung. Lukas spielte diesmal eine ganz tolle Partie, hatte lange Zeit seinen Gegner im Griff und dachte diesmal vor jedem Zug sehr gut nach. Leider übersah er gegen Ende des Spiels einen Figurengewinn und somit die Partie zu gewinnen. Das Remis war trotzdem eine ganz tolle Leistung von Lukas. Weiter so!

An Brett 5 spielte Jingbo. Hier muss man deutlich sagen, er hatte einen sehr starken Gegner (Wolfgang Ketterer). Jingbo hielt lange Zeit hervorragend mit, konnte ein ums andere Mal seinen Gegner in Bedrängnis bringen, musste aber in einem Endspiel mit einer Leichtfigur weniger die Partie aufgeben. Trotzdem klasse!

Und nun zum einzigen Sieg für uns an diesem Spieltag.

An Brett 6 spielte diesmal Thomas Polarczyk. Ruhig, wie gewohnt spielte er seine Partie. Jeder Zug war durchdacht und kombinatorisch gut. Immer einen kleinen Schritt besser, als sein Gegner. So konnte es nicht mehr überraschen, dass er am Ende sein Gegner matt setzte.

Nach fast drei Stunden konnten wir dann den Heimweg antreten. Trotz einer 2:4 Niederlage machten wir ein sehr gutes Spiel. Ein großes Lob von eurem Boss! (Martin Klotz)

3. Spieltag Bezirksliga

Irrungen und Wirrungen

So könnte man unsere Begegnung in der Bezirksliga gegen die SGem Vaihingen-Rohr betiteln. In der Anfangsphase der Begegnung schlichen sich bei uns an verschiedenen Brettern einige Irrungen ein. Uli Scheibe (Brett 8) steht kurz nach der Eröffnung mit einer Quali weniger da, Norbert Nitsch (Brett 6) vermisst dann auch eine solche. Ich (Brett 5) stehe plötzlich … vielleicht war es auch nicht so plötzlich … in einer gedrückten Stellung. Zukri Avdic (Brett 3) hat nach der Eröffnung auch nicht gerade eine tolle Stellung. An den anderen Brettern sieht also normal aus. Arthur Schenk (Brett 1) versucht alles, um einen guten Angriff auf den kurzrochierten gegnerischen König zu iniziieren. Dafür bleibt sein König in der Mitte. Franz Schlosser (Brett 2) baut langsam etwas Druck auf. Stefan Urlichs (Brett 4) steht mit einem Turm schön auf der 8 Reihe in der schwarzen Stellung, wobei der König des Gegners noch unrochiert auf seinem Posten steht. Finn Matzel (Brett 7) steht nicht schlecht. Langsam fängt es dann mit dem entwirren an. Stefans Gegner kann seine Stellung stabilisieren und der eingedrungene Turm von Stefan kann nichts ausrichten. Stefan sieht nichts besonderes mehr und bietet Remis, was der Gegner annimmt. Als ich bei Norbert reinschaue, hat sich die Lage gebessert … er hat eine Figur und zwei Bauern als Gegengewicht gegen einen Turm erhalten. Gewinnen wollen, braucht er in der gegebenen Konstellation mit jeweils noch einem zusätzlichen Turm und anderen Bauern nicht und da sein Gegner friedlich gestimmt ist, einigen sie sich auf ein Remis. Zukri hat inzwischen alle Schwerfigure abgetauscht und es ist ein Endspiel mit Minusbauer, aber ungleichen Läufern, entstanden. Diese Endspiele sind oft remislich. Zukri kann dies auch in diesem Fall seinem Gegner zeigen und erarbeitet sich ein Remis. Ulis Gegner sieht ein taktisches Motiv und opfert einen Läufer auf h2. Hier ist er offenbar einer Irrung erlegen und Ulis Stellung hat sich deutlich gebessert. Noch ein paar Wirrungen seines Gegners und er steht glatt auf Gewinn, was dann auch zu einem vollen Punkt führt … puhhh. Bei Arthur geht es heiss her. Sein Gegner droht ein Matt in der Mitte, Arthur versucht auf der h-Linie in die weisse Stellung einzudringen. Sein König in der Mitte sieht etwas wackelig aus. Inzwischen bekommt Franz eine sehr schöne Angriffsstellung mit dem Läuferpaar und einem Turm. Er kann mit dem Turm auf der Grundreihe eindringen, hat Matt- und Materialgewinndrohungen. Diesem Druck kann sein Gegner nicht Stand halten und wir bekommen einen weiteren Punkt. Punktetechnisch sieht es gut aus … 3,5-1,5. Meine Stellung hat sich auch gebessert. Fühle mich nun ganz wohl. Leider übersehe ich dann einen kleinen Tausch, der mir zwei Leichtfiguren gegen Turm und die bessere Stellung bringt. Nun ist mein Gegner plötzlich wieder am drücken. Arthurs König in der Mitte war dann doch zu anfällig und er muss seinen Punkt abgeben. Es steht 3,5-2,5. Bei Finn sieht es remislich aus. Sein Gegner will jedoch unbedingt gewinnen, da die Stellung in meiner Partie unklar ist. Manchmal ist es nicht gut, unbedingt gewinnen zu wollen. Finn kann durch eine Wirrung seines Gegners entscheidendes Material gewinnen und fährt den ganzen Punkt ein. Glücklich nehmen wir diesen Siegespunkt an. In meiner Partie rächte es sich nun, dass ich die schöne Abwicklung vor ein paar Zügen nicht sah. Zwei Springer in meinem Lager gabeln mich ganz schön auf und somit gebe ich  meinen Punkt an meinen Gegner. Mit 4,5-3,5 gewonnen. Das war das Wichtige! Danke an alle! (Martin Berger)

Blitzen im November

An unserem November-Blitzturnier nahmen 8 Spieler teil. Nach einem frühzeitigen Rutschfehler habe ich verstanden, warum bei einer ungeraden Spieleranzahl jeder weiterrutscht und bei einer geraden Anzahl der Turnierleiter sitzen bleibt und das Brett dreht. 🙂

Nach 7 Spielen konnte sich Stephan deutlich mit 7 Punkten durchsetzen. Den 2. Platz erreichte Jörg, welcher gegen Uli den direkten Vergleich gewann (jeweils 5 Punkte). Die weiteren Plätze belegen in genannter Reihenfolge David, Horst, Martin, Finn und Thomas.

Die aktuelle Gesamttabelle:

Platz Namen Punkte
1 Kaufhold 67,5
2 Thiele 55,5
3 Schlosser 47
  Uhlarz 47
5 Berger 39
6 Nosbüsch 35
7 Schuh 30
8 Matzel 28
9 Erzic 23
10 Urlichs 17
11 Polarczyk 15
  Brunner 15
  Scheibe 15
14 Schenzle 12
15 Biersinger 8
16 Schenk 7
17 Avdic 6
18 Schedler 5
  Knigge 5
  Jingbo 5
21 Apostolos 2,5
  Malitte 2,5

4. Spieltag A-Klasse

Renningen — ein guter Start — die halbe Miete

Wir starten gut. Um halb neun sind alle da. Kann los gehen. Überpünktlich in Renningen. Orgil kommt mit dem Zug – pünktlich da. SUPER!

So geht es auf den Brettern weiter.

Bevor ich verfolgen kann, was passiert, hat Till seinem Gegner schon einen Bauern geklaut. Schöne Kombi mit Springeropfer. So geht es gerade weiter. Neue Kombi mit Qualitätsgewinn.
Der gegnerische König in der Brettmitte, das geht nicht lange gut. Also genau 1,5 Stunden und wir haben den ersten Punkt.

Matthias scheint seinen Gegner zu überrennen. Voller Angriff in der h-Linie, mit Gewinn des Bauern auf h7. Beide Läufer und die Dame zielen auf die ramponierte Königsstellung, aber sein Gegner verteidigt geschickt. Trotzdem bleibt seine Königsstellung kritisch. Als Matthias die Dame noch auf den Königsflügel überführen kann, gehen dann doch langsam die Lichter aus. Zuerst fällt eine Figur für nix und dann kommt das Matt.

2:0 ett lööft.

Bei Uli an Brett 1 entsteht ein erbitterter Stellungskrieg. Die Figuren werden unentwegt umgruppiert.

Bei mir geht es eher ruhig zu.

Dafür hat Apostolos an Brett 4 mit Schwarz einen tollen Königsangriff eingeleitet. Diesen pariert sein Gegner mit allem was laufen kann. Das schnelle umschwenken an den Damenflügel bringt schließlich die Entscheidung. Seine Dame kommt über die 8te Reihe zu einer unangenehmen Mattdrohung, die nicht mehr zu parieren ist.

Fast gleichzeitig gewinnt Orgil. An Brett 6 muß er viel arbeiten, um in Vorteil zu gelangen. Erst im Mittelspiel mit Leichtfigur, 2 Türmen und Dame kann er entscheidend agieren. Er gibt seinen h-Bauern mit Schach, schlägt aber vorher die Qualität. Das entstandene Endspiel ist nicht leicht, da sein König etwas luftig steht. Nach Damentausch geht aber alles seinen Gang.

4:0 ett lööft immer noch.

Dieser Stand läßt meine Ehrgeizkurve ins bodenlose sacken. Nachdem ich die Dame für seine beiden Türme gegeben hatte, kontrolliere ich die e-Linie und das Geschehen. Komme aber nicht wirklich weiter. Mein Remisgebot wird sofort akzeptiert.

Bei Uli verlagert sich das Geschehen vom Damenflügel weg zum Königsflügel. Uli hat kurz, sein Gegner lang rochiert. Dieser stürmt auch mit g- und h-Bauer los. Interessiert Uli nicht. Er operiert mit seinen Springern geschickt, bis diese von h5 und h6 aus den Königsflügel beherrschen. Für Rückendeckung sorgen seine Läufer. Der Angriffsturm seines Gegners in der h-Linie hat sich nach diesen Springermanövern etwas verlaufen. Uli schreitet zu Tat und holt ihn ab. Im Prinzip alles entschieden, es dauert nur noch etwas, bis sein Gegner bereit ist, dies auch zu akzeptieren.

5,5:0,5.

Nach 4,5 Stunden ein tolles Ergebnis. Tabellenplatz 2.

Danke an alle!!

Weiter so!!

Der Boss (Jürgen Schedler)

2. Spieltag B-Klasse

Der 2. Spieltag der Dritten

Schon am 14. Oktober spielt die 3. Mannschaft zuhause gegen Magstadt 4. Die DWZ-Punkte der Magstädter waren gegenüber der unseren haushoch überlegen. Die ersten vier Bretter, August Choma, Martin Klotz und Stefan Gruber, waren im Schnitt ca. 300 Punkte unter den DWZ  der Gegner. Was tun? Trotzdem besser spielen als der Gegner.

Die ersten 3 Bretter kamen gut aus der Eröffnung heraus. Brett 4 und 5, Lukas Ouzounis und Jingbo Huang, hatten von Anfang an ihre Probleme, die, wie sich dann auch relativ schnell herausstellte, zum Sieg für die Magstädter reichte.

Brett 6: Der Gegner hatte keinen Spieler gestellt, so dass Niklas Gruber einen Punkt für uns einheimsen konnte. Noch mal herzlichen Dank an Niklas, der sehr schnell aus Weil der Stadt kam und uns damit einen Punkt sicherte.

Am Brett 1 konnte August lange eine ausgeglichene Stellung halten, was dann auch zum Remis führte.

Anders sah es am Brett 2 aus, Martin Klotz konnte hier lange Ausgleich halten. Doch eine sehr starke Kombination des Gegners hatte leider einen Turmverlust und eine sehr offene Stellung zur Folge, was 5 Züge später zum Verlust führte.

Stefan Gruber, spielte wieder eine tolle Partie an Brett 3. Lange war diese Partie in einer sehr verzwickten Stellung, so dass sich die Spieler schließlich auf ein Remis einigten.

Ein 2 : 4 gegen diesen starken Gegner war trotzdem ein Erfolg. Wir wussten schon vom ersten Spiel an, dass wir dieses Mal gegen den Abstieg spielen werden, was sich auch dieses Mal wieder bewahrheitete. (Martin Klotz)

3. Spieltag A-Klasse

Herrenberg der erwartet schwere Gegner

Es geht nicht wirklich gut los. Ich verdaddel die Eröffnung völlig und stehe breit und bei Tim fehlt eine Figur. Alle anderen Bretter kommen gut aus den Startlöchern.

Till hat mit Weiß starken Angriff am Königsflügel und es hat den Anschein, dass er damit durchkommt. Sein Gegner kontert aber geschickt am Datenflügel und nach Abtausch der Schwerfiguren bleib zu wenig, um anzugreifen. Man einigt sich auf Remis.

Mit meinen Schwächen auf beiden Flügeln kämpfe ich mich so durch. Bekomme schließlich auch noch alle Figuren ins Spiel — aber zu spät.
Die schlecht Königsstellung wird mir zum Verhängnis. Mein Gegner kann zum Schluß alle Figuren abtauschen und Seine 2 Freibauern machen das Rennen.

Dann passiert lange nichts.

Dann passiert alles auf ein Mal.

Die restlichen Partien enden alle gleichzeitig.

Bei Apostolos ist lange alles ausgeglichen. Er hat Druck gegen das Zentrum und droht einen Bauern zu gewinnen. Plötzlich hat sein Gegner einen Bauern auf e5 mehr und könnte diesen mit f4 super decken. Macht er aber nicht. Dafür unterbindet Apostolos seinerseits das f4 des Gegner, indem er selber f4 spielt. Es entbrennt ein spannender Kampf um den Freibauern auf e5. Ein geschenkter Läufer beendet den Kampf. Apostolos nimmt den Einsteller — der Kampf ist schnell aus.

Gleichzeitig beendet Leon seine Partie, in der er seinem Gegner am Damenflügel mit seinen Bauernsturm mächtig eingeheizt hat. Seine Bauernkette von e4 bis b7 hat auch den Raum seines Gegners deutlich eingeschränkt. Der Durchbruch im Zentrum, der zum Sieg hätte führen können, war extrem schwer zu sehen und so trennte man sich mit einen Remis.

Gleichzeitig beendet auch Matthias sein Spiel. Mit Weiß setzt er schnell zum Königsangriff an. Kommt aber nicht richtig bei und so kann sein Gegner das Spiel zum Damenflügel verlagern. Seine Figuren sind aber am Königsflügel orientiert und so gerät die Verteidigung schwierig. Es geht hi und da ein kleiner Bauer hopps und nachdem nach einer Springergabel die Qualle weg, ist ist auch das Spiel weg.

Gleichzeitig beendet Tim sein Spiel. Ein Turmgewinn bringt den Sieg. Nach dem Figurenverlust gleich am Anfang, kämpft sich Tim durchs Zentrum und macht am Königsflügel richtig Alarm. Sein Läuferpaar steht gut und schielt in Richtung König. Er rückt mit allem vor was laufen kann. Sein König steht völlig offen, aber sein Gegner kann dies zu keinem Zeitpunkt ausnutzen. Im Gegenteil. Der gegnerische Turm auf f3 ist völlig abgemeldet und hat kein einziges Feld. Beim Gemetzel bekommt Tim die gegnerische Dame und spielt danach mit Dame und Läufer gegen zwei Türme. Eigentlich Standard, aber Tim macht es spannend. Sein Gegner wuselt mit seinen Türmen durch seine Stellung. Findet aber keinen Plan. Doch den Einsteller war das Spiel sofort beendet.

Nachdem sich der Rauch verzogen hat, wird ein 3:3 ermittelt.

Bei diesem Gegner auf jeden Fall ein Erfolg!

Danke an alle Mitwirkenden

Der Boss (Jürgen Schedler)

2. Spieltag Bezirksliga

Ein typischer Schachsonntag im Oktober

Sonntagmorgen 7 Uhr. Das Internetradio weckt uns mit einer Bachtoccata. Ich stehe gleich auf … bin etwas aufgeregt. Nicht wegen der Schachbegegnung mit Schwaikheim, eher wegen der Hoffnung, dass alle Teammitglieder pünktlich zum Treffpunkt kommen. Kurzes Frühstück, Laugenbröttchen mit Käse als Pausenbrot einpacken, Tee und heißes Wasser nicht vergessen, alle Unterlagen als Mannschaftsführer einpacken und los geht es. Am Treffpunkt Tennishalle sind schon fast alle da. Super, der Tag fängt gut an. Jürgen hat sicherlich wieder frische Butterbrezel mitgebracht. Ich freue mich! Auf nach Schwaikheim. Das Navi von Franz sagt, wir brauchen 35 Minuten. Sonntags geht es scheinbar doch schnell. Die Fahrt läuft planmäßig und die Begegnungstätte in Schwaikheim finden wir auch nach ein paar Minuten. Die Schwaikheimer Spieler schauen noch etwas verschlafen aus der Wäsche und es ist noch nichts aufgebaut. Es sind ja auch noch 10 Minuten Zeit! Jürgen geht erst Mal einen schmauchen. Die Butterbrezel duften frech herum! Der gegnerische Teamcaptain drückt mir schon einmal die Spielberichtskarte in die Hand, die ich gleich ausfülle. Wir spielen heute in der Aufstellung Arthur, Franz, Zukri, Stefan, Ich, Jürgen, David und Matthias. Eine gute Teamzusammenstellung gegen ein Schwaikheimer Team, welches vom Papier her wahrscheinlich ähnlich stark aufgestellt ist. Schwaikheim spielt dann auch mit den ersten 8 der Setzliste. Es wird also ein heißer Tanz! Alle Partien laufen 2 Stunden ziemlich ausgeglichen. In meiner Partie kenne ich die Zugfolge bis zum 9. Zug. Dann spielt mein Gegner einen Läuferrückzug von f6 nach e7, den ich bisher nicht sah. Die Datenbank später zeigt mir noch einige Partien bis zum 14. Zug. Danach weichen wir vom bekannten Terrain ab. Komodo erzählt mir dann in der Nachanalyse, dass bisher alles völlig ausgeglichen ist. Meinen angeboten Springer auf g5 will mein Gegner einfach nicht mit dem h6-Bauern schlagen. Schade! Dabei steht er 3 Züge lang dort. Die Butterbrezel duften irgendwie stärker herum! Inzwischen entwickeln sich an allen Brettern spannende Mittelspiele. Arthur bekommt einen geöffnete a-Linie und Türme werden dort getauscht. Ein Schwarzer Springer des Gegners stellt sich dort ins Abseits. Der Königsflügel von Schwarz wirkt verletzlich. Franz bekommt eine gedrückte Stellung mit einem schlecht postierten Läufer. Später muss Franz sich mit seinen zwei vereinzelten Bauern am Damenflügel herumärgern. Zukri hat eine Kampfstellung mit entgegengestzten Rochaden auf dem Brett. Sein Gegner stürmt mit Schwarz am Königsflügel. Zukri drückt am Damenflügel auf den langrochierten schwarzen König. Bei Stefan sieht es ähnlich aus, nur mit vertauschten Farben. Stefans Bauern stürmen am Königsflügel, um den jedoch nicht rochierten weißen König zur Strecke zu bringen. Sein Gegner stürmt am Damenflügel. Bei mir ist alles ausgeglichen. Nach einem Figurentausch im Zentrum verflacht die Partie zusehends. Ich denke über einen Bauernangriff am Königsflügel nach. Vielleicht g4 gefolgt von g5. Mein Gegner kann dann aber auch „dicht“ machen. Er steht dann passiver, ich komme aber nicht gut weiter. Jürgen steht kompliziert. Sein Gegner drückt mit den weißen Steinen auf der e-Linie. Sieht irgendwie nicht so gut aus. Druck und kein Platz für Figuren. David bekommt einen Isolani. Außer der Dame sind aber noch alle Figuren auf dem Brett. Schwer zu beurteilen. Matthias hat sich in eine passive Stellung manövriert. Königsindischer Stellungstyp, wobei sein Gegner auf der offenen c-Linie drückt und Matthias schauen muss, dass Weiß nicht eindringt. Arthur bringt seine Dame ins Zentrum und droht, mehrere Bauern abzuräumen. Sein Gegner macht dies nicht lange mit und wir gehen in Führung. Als ich bei Matthias schaue, sehe ich Möglichkeiten, wie er den Laden noch zusammenhalten halten kann. Mein Gegner bietet Remis. Ich nehme an, da ich die Stellung für komplett ausgeglichen ansehe. Zur gleichen Zeit höre ich Matthias stöhnen. Er hat eine taktisches Opfer des Gegners übersehen und hat nun eine verlorene Stellung. Es dauert dann auch nicht mehr lange. Aktueller Stand also 1,5:1,5. Ich nehme mir endlich eine Butterbrezel … lecker! Jürgens Knuddelmuddel hat sich irgendwie gelöst. Es ist nun ein eher ausgeglichenes Läufer-gegen-Springer-Endspiel geworden. Zukris Gegner sieht eine Mattkombi und opfert einen Turm. Zukri denkt kurz nach und die nächsten Züge laufen schnell ab. Da war wohl ein Loch in der Kombination und Zukri spielt mit einem Turm mehr! Als ich zu Jürgens Brett schaue, sehe ich einen kopfschüttelnden Jürgen. Ohje!! Tatsächlich. Er hat sein Endspiel versaut. Inzwischen hat Zukri seinen Gegner aufgewichen und es steht 2,5:2,5. Hochspannung! Stefan fightet. Unübersichtliche Stellung mit beidseitigen Chancen. Davids Isolani hat sich gelohnt. Sein Gegner musste eine Leichtfigur dafür geben. Läufer und Springer mit 2 Bauern gegen Läufer und 4 Bauern bei ungleichen Läufern ist jedoch remisverdächtig. Sein Gegner wirkt sehr angespannt. Vielleicht macht er einen Fehler. Die Stellung bei Franz sieht nicht gut aus. Die beiden isolierten Bauern am Damenflügel sind anfällig. Sein Gegner steht mit Dame und Springer direkt dabei. Franz kommt zwar zu Schachs im Hinterland, aber der König kann sich bei den vielen Bauern gut verstecken. Die Partie geht verloren. 2,5:3,5. David kann leider nicht gewinnen. Sein Gegner geht umsichtig vor und es kommt zum Remis. 3:4. Nun hängt alles an Stefan. Die Stellung sieht verdächtig aus … in beide Richtungen. Leider sehe ich im Moment eher nur gute Sachen für seinen Gegner. In der Tat übersieht dieser dann, zum Glück, ein Abzugsschach mit Figurengewinn. Einige Figuren werden dann getauscht. Stefans Gegner hat dann zwar einen Bauern mehr, er kann diesen Vorteil jedoch nicht verwerten. Stefan kann jedoch auch nicht zwingend gewinnen, so dass er in ein Remis einwilligen muss. Enstand ist also 3,5:4,5. Ein heißer Kampf mit dem besseren Ende für Schwaikheim. Schade! Die Butterbrezeln waren aber sehr gut! In der Tabelle stehen wir trotzdem auf Platz 3! Schönaich und Stuttgart leben jetzt schon ihre Favoritenstellung aus. Dann kommen 6 (!!) Teams mit jetzt zwei Punkten. Mit Null Punkten liegen zwei Teams hinten. Scheinbar gibt es diese Saison eine 3-Klassen-Gesllschaft. Es wird also sehr, sehr spannend. Wir fahren nun zurück und genießen noch das schöne spätsommerliche Wetter. (Martin Berger)